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Scrum Guide

Was ist der Scrum Guide, welche Klarstellungen beinhaltet die aktuelle Version und welche Begriffe fehlen?

Die Definition von Scrum

Scrum ist ein Vorgehensmodell des Projekt- und Produktmanagements und folgt den Werten und Prinzipien, die im Agilen Manifest niedergeschrieben sind. Definiert wurde Scrum von den beiden Urhebern Ken Schwaber und Jeff Sutherland im Scrum Guide. Der Scrum Guide wird unabhängig von Unternehmen oder Anbietern gepflegt und gilt daher als markenneutral. Inzwischen wurde er in über 30 Sprachen übersetzt.

Der Scrum Guide wurde im November 2017 in einer überarbeiteten Fassung veröffentlicht. Sie enthält u.a. folgende Klarstellungen und Ergänzungen:

  • Scrum ist generell für die Produktentwicklung und nicht nur für Softwareentwicklung geeignet.
  • Es ist die Aufgabe des Scrum Masters, Scrum im Sinne des Scrum Guides umzusetzen.
  • Alle Meetings arbeiten mit „maximalen“ Timeboxes, so dass sie auch schon vor Ablauf einer Timebox beendet werden können.
  • Das Daily Scrum orientiert sich am Sprint-Ziel.
  • Das Backlog sollte eine Maßnahme aus der letzten Retrospektive enthalten.
  • Mangelndes Produktverständnis ist ein Impediment.

Begriffe, die im Scrum Guide „fehlen“

Immer wieder gibt es Diskussionen über verschiedene Elemente in Scrum. Die User Story bspw. geht nicht auf den Scrum Guide zurück, sondern auf Extreme Programming (XP). Der Scrum Guide erwähnt die User Story als solches nicht, sondern spricht im Kontext der Artefakte – dem Product Backlog und dem Sprint Backlog – von Backlog Items. Darüber hinaus „fehlen“ auch weitere Begriffe, bspw.

  • Velocity
  • Grooming (Refinement wird aber erwähnt)
  • Standup Meeting
  • Definition of Ready
  • Scrum of Scrums bzw. Skalierung
  • Story Points
  • Taskboard
  • Spike Story

Im Zweifel empfiehlt sich also ein Blick in die aktuelle Fassung des Guides.

Hinweis:

Den Scrum Guide können Sie auf Deutsch hier herunterladen  »

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