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Story Points

Der geschätzte Aufwand von User Storys

Story Points sind eine Einheit zur Beschreibung der Größe einer User Story. Sie repräsentieren den Entwicklungsaufwand und die Faktoren, die diesen Aufwand beeinflussen. Folgende Faktoren könnten bspw. vom Entwicklungsteam definiert werden:

  • die Komplexität der zu erledigenden Aufgaben.
  • die Menge, der zu erledigenden Aufgaben.
  • die Ungewissheit bei der Umsetzung der User Story.
  • das Risiko bei der Implementierung neuer Techniken.

Es geht bei Story Points primär also nicht um die Zeit, die zur Umsetzung der User Story benötigt wird, sondern um die strukturellen Eigenschaften einer User Story. Ein erfahrenes Entwicklungsteam kann natürlich im Vergleich zu einem weniger erfahrenen Team größere User Storys in einem Sprint umsetzen, doch die Größe der Story bleibt davon unberührt. In anderen Worten: die Eigenschaften einer User Story hängen nicht von den Fähigkeiten des Teams ab. Die Schätzung einer User Story verändert sich also auch nicht, wenn anstelle eines Junior-Entwicklers ein Senior-Entwickler die Implementierung vornimmt.

Die Story Points Estimation

Da es jedoch nicht einfach ist, alle Faktoren in einer einzigen Zahl wiederzugeben, empfiehlt es sich, immer den Aufwand zu den Faktoren zu bestimmen: Wie viel Aufwand macht es bspw., mit dem Risiko und der Ungewissheit umzugehen? Je höher der Aufwand zur Beseitigung einer Unsicherheit ist, desto höher wird die Einschätzung der Story Points. Die Kombination der Faktoren führt somit zur Story Points Schätzung – auch als Story Points Estimation bezeichnet.

In der Praxis haben sich fünf Punkte bewährt:

  1. Die Schätzung erfolgt durch das Team, das anschließend auch die Implementierung vornimmt.
  2. Die Verwendung einer User Story mittlerer Größe als Referenz. Andere User Storys werden entsprechend als größer, kleiner oder gleich groß eingestuft.
  3. Die Berücksichtigung der Definition of Done, denn auch der Aufwand für Tests muss bei der Schätzung berücksichtigt werden.
  4. Die Nutzung einer angepassten Fibonacci-Reihe mit den Werten 1, 2, 3, 5, 8, 13, 20, 40 und 100. Sie bringt zwei wichtige Aspekte zum Ausdruck:
    + Mit steigender Komplexität und Unsicherheit, höherem Risiko und der Menge an zu erledigenden Aufgaben lässt die Genauigkeit der Schätzung der Story Points nach. Es ist deutlich einfacher bei einer Schätzung zu unterscheiden, ob eine Tätigkeit einen oder zwei Tage oder 80 bzw. 81 Tage beansprucht.
    + Es geht bei Story Points um relative Werte. Eine User Story mit 3 Punkten sollte dreimal so groß sein wie eine User Story mit einem Punkt.
  5. Ein Vergleich von Teams auf Basis von Story Points ist wenig sinnvoll. Die Velocity als Maßeinheit für die Geschwindigkeit eines Teams pro Sprint ist also vor allem ein Team internes Werkzeug.

 

Story Points Estimation - hier als Planungspoker mit Fibonacci-Folge

In der Literatur finden Sie auch immer wieder Hinweise auf die Schätzung in T-Shirt Sizes. Dabei gilt: „Smaller than XS“ entspricht einer Task, „Extra Small“ entspricht dem Wert 1, „Small“ dem Wert 2, „Medium“ dem Wert 3, „Large“ dem Wert 5, „Extra Large“ dem Wert 8, „XXL“ dem Wert 13 und damit einem Epic.

 

“Das Fachwissen zu Softwarearchitekturen, die Expertise in der Softwareentwicklung und die sehr flexible Arbeitsweise waren ideal für uns.“

„Ich brauche Freiheit und Vertrauen. Und ich möchte Verantwortung übernehmen und dabei Spaß haben!“