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Konfigurationsmanagement

Was ist Konfigurationsmanagement, welche Begriffe sind wichtig und welche Säulen umfasst es?

Die Verwaltung zusammengehöriger Arbeitsergebnisse

Bei der Produkt- und Softwareentwicklung fallen viele unterschiedliche Arbeitsergebnisse wie bspw. Programme und Komponenten, Dateien wie Lastenhefte und Architekturskizzen, Release Notes oder Changelogs, Testspezifikationen und Testdaten, Änderungsanträge oder Quellcode an. Das Konfigurationsmanagement verwaltet und labelt zusammengehörende Arbeitsergebnisse als sogenannte Konfigurationen. Häufig wird Konfigurationsmanagement synonym mit Versionsmanagement verwendet, das sich aber nicht um zusammengehörende Arbeitsergebnisse, sondern auf die Verwaltung einzelner Dateien konzentriert.

Begriffe im Konfigurationsmanagement

Wichtige Begriffe im Konfigurationsmanagement sind

  • das Atom als Element ohne weitere Teile,
  • die Baseline als Bezeichnung einer Version einer Konfiguration,
  • die Basiskonfiguration als Bezeichnung der zuerst gebildeten Konfiguration,
  • das Konfigurationselement als Bestandteil einer Konfiguration,
  • das Release als Konfiguration, die an Kunden geliefert und entsprechend vermarktet wird,
  • die Revision als Mittel den Status eines Konfigurationselements zu kennzeichnen und
  • die Zielkonfiguration als gewünschtes Ergebnis einer Produkt- oder Softwareentwicklung.

Das vier Säulen-Modell im Konfigurationsmanagement

In manchen Publikationen wird das Konfigurationsmanagement auch als ein vier Säulen-Modell präsentiert:

 

Konfigurationsmanagement

Die vier Säulen adressieren die Dokumentation sämtlicher Änderungen bei der Entwicklung von Software und Systemen mit dem Ziel, Anpassungen, Korrekturen und Erweiterungen kontinuierlich zu kontrollieren und steuern.

Welche Antworten liefert Konfigurationsmanagement?

Durch das Konfigurationsmanagement können Organisationen bspw. folgende Fragen beantworten:

  • Wenn eine Komponente geändert wird, welche Elemente sind betroffen?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen zwei Konfigurationen?
  • In welcher Konfiguration ist ein identifizierter Fehler zuerst aufgetreten und welche Auswirkung hat dies auf nachfolgende Konfigurationen?

Im Zuge von Audits kommen oftmals typische Probleme mit dem Konfigurationsmanagement ans Licht. So werden nicht alle Artefakte unter Versionskontrolle gestellt, da unklar ist, welche Artefakte wann zu versionieren sind. Auch Entscheidungen über Maßnahmen, die Freigabe von Änderungen oder der Nachweis, dass Anpassungen konkrete Anforderungen erfüllen, lassen sich häufig nicht nachvollziehen.

Im Requirements Management wird ebenfalls von Konfigurationen – den sogenannten Anforderungskonfigurationen – gesprochen. Anforderungskonfigurationen müssen eindeutig identifizierbar sein, sie sind nachträglich nicht veränderbar und bieten die Möglichkeit, Anforderungen auf Versionen innerhalb einer definierten Konfiguration zurückzusetzen.

 

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