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Artefakt

Erzeugte Ergebnisse in Projekten und Entwicklungen

Der Begriff „Artefakt“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „Handwerk“ bzw. „das Gemachte“. Ein Artefakt ist damit ein Gegenstand, der von Menschen erzeugt wird. Durch diesen sehr allgemeinen Ansatz wird von Artefakten u.a. in der Archäologie, der Diagnostik, der Forensik, aber auch in der Fotografie, der Technik und sogar in der Markt- und Mediaforschung gesprochen. Aber auch im Projektmanagement, in der Softwareentwicklung und in der Unified Modeling Language (UML) wird das Artefakt als Begriff genutzt.

In der UML repräsentiert ein Artefakt ein Ergebnis aus einem Arbeitsprozess, also bspw. eine Datei mit Quellcode, ein Element im Verteilungsdiagramm oder auch ein Textdokument mit definierten Anforderungen an ein System. Die Softwareentwicklung bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Artefakte per Generierung zu erzeugen, und so bspw. per Software aus einem UML-, einem SysML- oder einem BPMN-Diagramm ein Stück Code zu generieren. Solche Ansätze werden als „Model Diven Development“ bezeichnet. Im Projektmanagement verhält es sich ähnlich: Artefakte – bspw. Reports, Risikolisten oder Terminpläne – lassen sich mit entsprechender Software generieren. Eine Besonderheit bietet das V-Modell XT als Leitfaden zur Planung und Durchführung von Systementwicklungsprojekten, das Artefakte als Produkte deklariert. Jedes Zwischen- und Endergebnis, jede Anforderung und jeder Änderungsantrag, jeder Projektantrag und jedes Lastenheft ist ein Produkt. In der Konsequenz wird das V-Modell XT auch als produktzentriertes Vorgehensmodell verstanden.

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