IPMA – International Project Management Association

Ein europäischer Dachverband für Projektmanagement

IPMA steht für International Project Management Association und ist ein Dachverband für Projektmanagement. Die IPMA versteht sich als internationales Netzwerk für Projektexperten. Wie auch das Project Management Institute (PMI), das als in den USA ansässiger Projektmanagementverband gegründet wurde, ist die IMPA weltweit tätig. Derzeit sind 70 Mitgliedsverbände aktiv und fördern in ihren geografischen Einzugsbereichen die Verbesserung von Projektmanagementkompetenzen und den Austausch zwischen Mitgliedern. In Deutschland wird die IPMA durch die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. vertreten, in Österreich durch die Projekt Management Austria (PMA) und in der Schweiz durch die Swiss Project Management Association (spm). Die bereits 1965 gegründete IPMA selbst sitzt in den Niederlanden.

Die Grundlagen der Kompetenzen im Projektmanagement sind in der IPMA Competence Baseline (ICB) festgehalten. Die ICB Version 3.0 umfasst folgende Kompetenzbereiche:

  • 15 Verhaltenskompetenzen (Behavioural Competences): Führung, Engagement und Motivation, Selbststeuerung, Durchsetzungsvermögen, Entspannung und Stressbewältigung, Offenheit, Kreativität, Ergebnisorientierung, Effizienz, Beratung, Konflikte und Krisen, Verlässlichkeit, Wertschätzung, Ethik.
  • 11 Kontextabhängige Kompetenzen (Contextual Competences): Projektorientierung, Programmorientierung, Portfolioorientierung, Einführung von Projekt-, Programm- und Portfoliomanagement, Stammorganisation, Geschäft, Systeme, Produkte und Technologie, Personalmanagement, Gesundheit, Arbeits-, Betriebs- und Umweltschutz, Finanzierung, Rechtliche Aspekte.
  • 20 Technische Kompetenzen (Technical Competences): Projektmanagementerfolg, Interessierte Parteien, Projektanforderungen und Projektziele, Risiken und Chancen, Qualität, Projektorganisation, Teamarbeit, Problemlösung, Projektstrukturen, Leistungsumfang und Lieferobjekte, Projektphasen, Ablauf und Termine, Ressourcen, Kosten und Finanzmittel, Beschaffung und Verträge, Änderungen, Überwachung und Steuerung, Berichtswesen, Information und Dokumentation, Kommunikation, Projektstart, Projektabschluss.

Diese 46 Kompetenzen werden im Zuge von Zertifizierungen – einem weiteren Standbein der IPMA – je nach Level in unterschiedlicher Ausprägung überprüft. Zusätzlich werden auch die drei Kompetenzbereiche Practice, People und Perspective, die für die drei Domänen Projektmanagement, Programmmanagement und Portfoliomanagement in der IPMA Individual Competence Baseline 4 beschrieben wurden, geprüft.

Folgende IPMA Stufen gibt es (auch als vierstufiges Zertifizierungssystem – abgekürzt 4-L-C – bezeichnet):

  • IPMA Level D – Certified Project Management Associate
  • IPMA Level C – Certified Project Manager
  • IPMA Level B – Certified Senior Project Manager
  • IPMA Level A – Certified Projects Director

Alle fünf Jahre steht der erreichte Level zur Rezertifizierung an.

Seit 2002 vergibt die IPMA auch einen Project Excellence Award.

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