t2informatik » Wissen kompakt » Risikomanagement

Risikomanagement

Das Risiko im Blickfeld

Risikomanagement ist für Unternehmen und Organisationen eine wichtige Disziplin, denn bei der Entwicklung von Produkten, Diensten und Services, oder bei der Arbeit in Projekten gibt es viele Unsicherheiten und Risiken. Risikomanagement umfasst sämtliche Aspekte im Umgang mit Risiken, von der systematischen Identifikation, Analyse, Bewertung, Priorisierung, bis hin Definition von Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikominimierung, dem festlegen von Verantwortlichkeiten und der Erfolgskontrolle der Maßnahmen. Risikomanagement ist ein Prozess mit dem Ziel, Risiken so früh wie möglich zu erkennen und sie nachvollziehbar zu überwachen.

Bei der Entwicklung von Produkten oder im Projektmanagement treten häufig auch Kombinationseffekte mehrerer Einzelrisiken auf, die zu einer Bestandsbedrohung eines Projekts oder gar einer gesamten Organisation führen können. Organisationen sollten daher Einzelrisiken zur Bestimmung des Gesamtrisikoumfangs aggregieren. Grundsätzlich kann das Risikomanagement zwei Ziele verfolgen: die Reduzierung der Risikoeintrittswahrscheinlichkeit und die Reduzierung des Schadensausmaßes.

Einige Tätigkeiten sind im Kontext von Risikomanagement besonders wichtig:

  • Die Dokumentation von Risiken mit Ursache und Wirkung.
  • Die Bestimmung von Eintrittswahrscheinlichkeiten, Schadensausmaß , sowie potenzielle Verzögerungen und Kosten.
  • Die übersichtliche Darstellung von Risiken bspw. mit einer Risikomatrix. Eine Risikomatrix visualisiert eine Menge von Risiken meist in Abhängigkeit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen.
  • Die Definition und Dokumentation von Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikoverminderung, Risikoüberwälzung oder Risikoduldung.
  • Die kontinuierliche Überwachung der Risiken und Maßnahmen sowie die Definition von Verantwortlichkeiten.
  • Die gemeinsame Verwaltung sämtlicher Informationen (vom Personalrisiko bis zum technischen Risiko) in einem gemeinsamen System.
  • Die Berücksichtung der Risiken in anderen Unternehmensdisziplinen wie u.a. Projektmanagement, Anforderungsmanagement oder Änderungsmanagement.
  • Die regelmäßige Kommunikation über Risiken, bspw. im Projekt mit Projektbeteiligten oder im Lenkungsausschuss.

In der Praxis gibt es immer wieder Diskussionen über die Bestimmung der Eintrittswahrscheinlichkeit, da diese häufig als Extrapolation aus vergangenen Erfahrungen erfolgt. Dies gilt als schwierig, denn Projekte sind an sich einmalig und viele Erfahrungen lassen sich nicht sinnvoll auf andere Situationen und Vorhaben übertragen. Die Gefahr einer illusorischen, psychologischen Sicherheit droht.

Neben dem Risikomanagement hat sich in den letzten Jahren das Chancenmanagement in vielen Unternehmen etabliert.

Risikomanagement - Wissen kompakt - t2informatik

Kommentar:

Welche Erfahrungen haben Sie mit den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß in Projekten gemacht? Wie wichtig ist der Blick in die Vergangenheit bei der Beurteilung von Risiken? Und haben Sie Fragen oder Anmerkungen?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

„Das ist mal ein Newsletter, der mich wirklich weiterbringt und auf den ich mich jede Woche freue.“

Wöchentliche Tipps, Meinungen und Informationen gibt es im t2informatik Blog – regelmäßig mit renommierten Gastautoren.

Share This