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Bloatware

Featuritis ohne realen Nutzen

Unter Bloatware wird Software verstanden, die eine übermäßige Anzahl von unnötigen, nicht benutzten Features besitzt. Der englische Begriff „to bloat“ steht für „aufblähen“, eine Bloatware ist somit eine aufgeblähte Software. Alternativ zu Bloatware wird auch der Begriff „Software Bloat“ verwendet.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Bloatware:

  • Software, die mit Funktionen überladen ist, die für den Großteil der Anwender keinen oder nur geringen Nutzen stiftet.
  • Software, die ähnliche Funktionen wie die Konkurrenzprodukte anbietet, dabei aber mehr Systemressourcen beansprucht.
  • Software, die entweder zusätzlich mit der Installation anderer Programme installiert wird oder bereits vorinstalliert wurde (und sich häufig auf Smartphones nicht deinstallieren lässt). Diese Art wird auch Crapware genannt.

Der Prozess, der zu einer Bloatware führt, wird im Englischen als „creeping featuritis“ – also als Krankheit der schleichenden Zunahme von Funktionen – bezeichnet. Die Gründe für diese Zunahme liegen meist in mangelnder Stakeholderkommunikation, Unkenntnis von Basis-, Leistungs- und Begeisterungsmerkmalen, im Overengineering oder der gewünschten Vermarktung neuer Funktionen.

Durch das schlichte Zählen von Funktionsaufrufen innerhalb einer Software könnten Hersteller relativ leicht herausfinden, welche Funktionen von Anwendern genutzt oder nicht genutzt werden. In der Folge ließen sich Funktionen aus dem Funktionsumfang künftiger Versionen entweder entfernen oder in Plugins oder Add-Ons ausgelagern. Bei einer Auslagerung könnten interessierte Anwender besagte Funktionen weiterhin nutzen, während alle anderen Anwender eine „schlankere“ Software verwenden. Auch die Entwicklung von modularer Software könnte an sich ein Instrument gegen Bloatware sein, doch oftmals finden sich in sinnvollen Modulen auch Funktionen, die lediglich geringen Nutzen bieten oder selten genutzt werden.

“Das Fachwissen zu Softwarearchitekturen, die Expertise in der Softwareentwicklung und die sehr flexible Arbeitsweise waren ideal für uns.“
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