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Add-on

Erweiterungen für Software oder Hardware

Ein Add-on ist eine Erweiterung für ein Anwendungsprogramm oder eine Auf- bzw. Nachrüstung für einen Computer. Das besondere an einem Add-on für Anwendungen ist, dass es vorhandene Funktionen erweitert – der englische Begriff „to add“ bedeutet „hinzufügen“ – und jederzeit ohne Auswirkungen auf die ursprüngliche Anwendung wieder deinstalliert werden kann. Grundsätzlich benötigt ein Add-on somit eine vorhandene Anwendung, die entsprechend erweitert wird. Häufig kommen Add-ons bei Browsern zum Einsatz; die Verwaltung funktioniert oftmals per „Add-on-Manager“. Auch in Computerspielen werden Add-ons genutzt, bspw. um neue Charaktere oder Spielsituationen hinzufügen.

Ob Add-ons kostenfrei oder kostenpflichtig angeboten werden, obliegt dem Hersteller. In den meisten Fällen ist er auch gleichzeitig der Hersteller der ursprünglichen Anwendung – andernfalls müsste dieser seine Anwendungsschnittstellen dokumentieren und öffentlich zugänglich machen, um so anderen Anbietern die Teilhabe zu ermöglichen. Solche Konzepte erfreuen sich steigender Beliebtheit – sie werden auch als Eco-System bezeichnet. Bekannte Beispiele sind u.a. Apple mit dem App Store oder Atlassian JIRA.

Im Zuge der Entwicklung von professionellen Unternehmensanwendungen – bspw. im Bereich Projektmanagement, Änderungsmanagement oder Anforderungsmanagement – gibt es Lösungen, die modular aufgebaut sind. Module lassen sich schrittweise hinzufügen – hier könnte man theoretisch auch von Add-on sprechen. Häufig stellen Unternehmen aber im Zuge von Pflege- und Wartungsvereinbarungen neue Funktionalität per Minor- oder Major-Release zur Verfügung. In diesem Zusammenhang wird eher von Updates und Upgrades gesprochen. Eine Deinstallation ist meist schwierig und hat oft zur Folge, dass die gesamte Anwendung deinstalliert wird und nicht nur das Update/Upgrade. Auch empfiehlt es sich für Unternehmen, eine gemeinsame, einheitliche Version einer Software im Einsatz zu haben, denn dies erleichtert die Administration. Darüber hinaus erfordern auch zahlreiche Programme zur Bearbeitung von Daten und Dateien einheitliche Versionen.

Der Begriff Add-on wird auch in anderen Bereichen verwendet und als „Zugabe“ verstanden. Diese Zugabe könnte bspw. eine Gratis-Beigabe in einem Supermarkt oder eine Beilage in einer Tageszeitung sein.

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