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Best Practice

Aus Erfahrung gut

Der Begriff Best Practice ist in vielen Organisationen gebräuchlich. Er bezeichnet eine bewährte Vorgehensweise, eine Praxis oder eine Methode, um eine sich wiederholende Tätigkeit oder ein Vorhaben möglichst optimal durchzuführen. Eine Best Practice ist eine Art Muster, das genutzt wird, um ein definiertes Ergebnis zu produzieren. Unternehmen streben natürlicherweise nach diesen Mustern, um möglichst effizient und effektiv agieren zu können.

Grundsätzlich adressiert eine Best Practice die Orientierung am Besten. Organisationen lernen idealerweise aus ihren Erfahrungen und verbessern daraufhin ihre Abläufe. Da dies in Abhängigkeit der Aufgabe oder des Vorhabens aufwändig sein kann, versuchen viele Unternehmen sich an den Best Practices einer Branche zu orientieren und/oder Erfahrungen von anderen Unternehmen zu nutzen. Dies führt bspw. zu zahlreichen Vorschlägen in Artikeln, Blogs oder Büchern

  • wie Online Marketing am besten funktioniert,
  • wann Facebook Ads geschaltet werden sollten,
  • wie Landing Pages aufgebaut werden müssen oder
  • wann die sinnvollsten Zeiten für Aktionen in Sozial Media Kanälen sind.

Best Practices sind aber keine Blaupause, die sich einfach auf Situation oder Herausforderungen übertragen lassen und direkt zum gewünschten Erfolg führen. In manchen Diskussionen wird daher die alternative Verwendung von Good Practices empfohlen.

Einen zusätzlichen Aspekt beleuchtet der Ausdruck „Best Current Practice“: den gegenwärtigen Status einer bewährten Vorgehensweise. Dieser Status kann sich im Verlaufe der Zeit verändern. Auch dies ist ein Hinweis, eine Vorgehensweise, einen Workflow oder einen Ablauf nicht ungeprüft in einem Projekt anzuwenden.

Natürlich ergibt es Sinn, nach Best Practice Beispielen zu suchen – innerhalb und auch außerhalb einer Organisation. Die konkrete Verwendung von Erkenntnissen in vergleichbaren Situationen bietet sich an, bspw.

  • in der IT bei der Beschaffung von Rechnern und der Organisation von Service Level Agreements,
  • in der Produktion bspw. in der Stakeholdernanalyse, bei der Entwicklung von Protoypen, oder der Gestaltung von Fertigungsanlagen,
  • im Projektmanagement bei der Planung und Gestaltung von Projekten, bei der Nutzung von Scrum oder dem V-Modell XT,
  • im Anforderungsmanagement bspw. bei der Definition von User Storys, beim Apprenticing oder bei der Ermittlung von widerspruchsfreien Anforderungen,
  • in der Softwareentwicklung bei der Nutzung von Entwicklungsumgebungen, bei der Verwendung von Design Pattern oder der Gestaltung von UML Diagrammen etc.

Innerhalb einzelner Branchen kristallisieren sich auch immer wieder Unternehmen heraus, die sich per Benchmarking von anderen abheben. So entstehen zum Beispiel auch Auszeichnungen wie „Best Places to Work“ oder „Top Company“,die darauf hinweisen, dass Organisationen vorbildlich mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern agieren.

Und was kommt nach einem Best Practice? Handelt es sich um eine unternehmensübergreifende, eventuell branchenweit akzeptierte Vorgehensweise, kann diese sogar zu einem Standard werden; so geschehen bspw. bei ReqIF, der standardisierten Austauschformat von Anforderungen in der Automobilbranche.

Hinweis:

Checklisten sind eine formalisierte Möglichkeit, Best Practices zu überprüfen. Einen Blogbeitrag zum Thema „Checklisten im Projektmanagement“ finden Sie hier  »

Kommentar:

Welche Erfahrungen haben Sie mit Best Practices gemacht? Wie wichtig sind sie bei neuartigen Themen? Und haben Sie Fragen oder Anmerkungen?

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“Das Fachwissen zu Softwarearchitekturen, die Expertise in der Softwareentwicklung und die sehr flexible Arbeitsweise waren ideal für uns.“

„Ich brauche Freiheit und Vertrauen. Und ich möchte Verantwortung übernehmen und dabei Spaß haben!“

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