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Was ist eine Stakeholderanalyse?

Was ist das ideale Vorgehen und welche Techniken eignen sich am besten?

Stakeholderanalyse – Definition

Die Stakeholderanalyse ermittelt die für ein Vorhaben, ein Projekt oder eine Entwicklung wichtigsten Stakeholder, deren Ziele, Motive und Einstellungen. Im Zuge des Stakeholdermanagements folgt die Stakeholderanalyse auf die Identifikation. Mit ihrer Hilfe lassen sich sowohl Gegner, Hindernisse und Widerstände, die von bestimmten Personen ausgehen können, als auch Unterstützer und Promoter finden, die ein Projekt voranbringen wollen. Sie hilft auch bei der frühzeitigen Ermittlung von Konflikten, die zwischen Stakeholdern und/oder zwischen ihren Zielen bestehen.

Herausforderungen der Analyse

Im Rahmen der Stakeholderanalyse versuchen Organisationen, Informationen über Stakeholder strukturiert und methodisch zu erheben. Da jedoch nie alle erdenklichen Informationen zur Verfügung stehen werden, müssen Erkenntnisse interpretiert werden. Hier droht die Gefahr einer Subjektivierung. Um diese Gefahr zu reduzieren, führen oft Teams die Analysen durch. Dabei müssen Unternehmen darauf achten, dass die Erkenntnisse der Stakeholderanalyse nicht außerhalb des Teams publik werden, denn dies kann negative Folgen für das Projekt oder die Produktentwicklung haben. Stakeholder könnten versuchen, stärkeren Einfluss zu nehmen oder das Vorhaben zu behindern, nur weil es von einem anderen gefördert wird.

Stakeholderanalyse
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Stakeholder managen

Das Stakeholdermanagement verfolgt das Ziel, die Interessen und Bedürfnisse aller Interessensgruppen an einem Vorhaben, einem Projekt oder einer Produktentwicklung zu erfassen. Es setzt sich aus der Stakeholderidentifikation, der Stakeholderanalyse und der Stakeholderkommunikation zusammen.

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Stakeholder analysieren

Die Stakeholderanalyse untersucht Stakeholder hinsichtlich Einstellungen und Erwartungen zu Vorhaben, Projekten oder Produktentwicklungen.

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Das Ziel

Sie verfolgt das Ziel, Informationen, Ziele und Motive der wichtigsten Stakeholder zu ermitteln.

Die Stakeholderanalyse als Momentaufnahme

Häufig ändern sich Anforderungen im Laufe eines Projekts. Doch nicht nur Anforderungen ändern sich, auch die Ziele und Motive von Stakeholdern können sich verschieben. Die Stakeholderanalyse ist somit wie das gesamte Stakeholdermanagement stets eine Momentaufnahme. Es ist daher wichtig, sie nicht nur einmalig zu Projektbeginn – gerne auch als Projektumfeldanalyse bezeichnet – sondern wiederholt durchzuführen. Eventuell identifizieren Sie so im Laufe des Projekts auch zusätzliche Personen oder Organisationen, die es bei Projektbeginn noch nicht gab oder die übersehen wurden. In Entwicklungsprojekten könnte dies bspw. die IT des Auftraggebers sein, in deren Umgebung Sie später Ihre Lösung betreiben wollen.

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Tipps zur Durchführung einer Stakeholderanalyse

Die besten Techniken

Wie finden Sie heraus, was ein Stakeholder möchte? Die Auswahl der besten Technik hängt von den Projektbedingungen, den Fähigkeiten des ermittelnden Teams und der Art des Wissens ab, das gesucht werden soll:

  • Befragungstechniken helfen, explizites Wissen zu ermitteln. Beispiele für Befragungstechniken sind Fragebögen und Interviews.
  • Kreativitätstechniken werden verwendet, um Visionen von Produkten zu ermitteln. Beispiele für Kreativitätstechniken sind Brainstorming, Brainwriting und Braindumping.
  • Beobachtungstechniken bieten sich in Situationen an, die sich schlecht beschreiben lassen. Beispiele für Beobachtungstechniken sind Feldbeobachtung und Apprenticing.
  • Dokumentenzentrierte Techniken werden in Kombination mit anderen Techniken genutzt. Sie versuchen bekannte Lösungen im Rahmen der Analyse zu nutzen. Beispiele für dokumentenzentrierte Techniken sind das Perspektivenbasierte Lesen und die Systemarachäologie.

Das ideale Vorgehen

Im Zuge der Stakeholderanalyse empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • Listen Sie alle Personen und Organisationen namentlich auf. Erfassen Sie neben den Kontaktdaten auch die passenden Kommunikationsmöglichkeiten und -zeiten. Dokumentieren Sie zusätzlich die Standorte.
  • Erfassen Sie pro Stakeholder den Einfluss, seine Haltung und Motivation zum Vorhaben, sowie seine Ziele. Auch die Möglichkeiten der Beeinflussung (wie leicht ist er beeinflussbar, wie beeinflusst er andere) sollte beschrieben werden.
  • Dokumentieren Sie die Wissensgebiete und kontextbezogene Erfahrungen. Auch vorhandene Methodenkenntnisse und Fachwissen sollte niedergeschrieben werden.
  • Bewerten und priorisieren Sie jeden einzelnen Stakeholder.
  • Versionieren Sie Ihre Erkenntnisse, denn dadurch können Sie zu einem späteren Zeitpunkt Veränderungen in Projekten auf Veränderungen bei Stakeholdern zurückführen.

 

Die Bewertung der Stakeholder

Ein wichtiges Ergebnis der Stakeholderanalyse ist die Unterscheidung zwischen wichtigen und weniger wichtigen Stakeholdern. Dazu können Sie Ihre Stakeholder in verschiedenen Kategorien beurteilen:

  • Welchen Einfluss hat der Stakeholder auf Ihr Vorhaben?
  • Wie groß ist das Interesse? Um die Frage beantworten zu können, bietet es sich an, die Veränderung für den Stakeholder zu beleuchten: Was ändert sich an seiner Arbeitsweise? Welchen Einfluss die Neuerung hat auf seine zukünftige Position im Unternehmen? Welche Chancen und Risiken ergeben sich für ihn?
  • Wie werden Reaktionen von Personen oder Organisationen ausfallen? Müssen Sie aufgrund Ihres Vorhabens und den damit einhergehenden Veränderungen mit verstecktem oder offenem Widerstand rechnen? Oder sind die Auswirkungen für den Stakeholder so positiv, dass er Ihr Vorhaben fördert und promotet?
  • Wie mächtig ist der Stakeholder? Bei der Bewertung der Macht ist es unerheblich, ob er wie ein Vorgesetzter direkten Einfluss oder als externe Organisation indirekten Einfluss hat. Wichtig ist zu erkennen, dass negative Auswirkungen häufig zu Machtdemonstrationen führen und sich nur schwer bekämpfen lassen.

Meist ist es ausreichend, mit einfachen Abstufungen wie „niedrig, mittel, hoch“ zu arbeiten, da es sich um subjektive Beurteilungen handelt, so dass detailliertere Abstufungen wenig zusätzliche Erkenntnisse liefern würden.

Visualisierung per Stakeholder-Map

Die Ergebnisse Ihrer Stakeholderanalyse sollten Sie tabellarisch erfassen, denn so sind Sie leicht in der Lage, viele Detailinformationen zu dokumentieren. Zum besseren Verständnis bietet es sich an, wichtige Elemente zu visualisieren. Mit einer Stakeholder-Map bzw. einer Stakeholder-Matrix erkennen Sie so auf einen Blick, welche Stakeholder großen Einfluss und großes Interesse haben, aber negative Auswirkungen befürchten müssen. Solche Erkenntnisse bilden die Basis für Ihre Stakeholderkommunikation.

stakeholder-matrix

Wollen Sie mehr über Stakeholder erfahren?

Dann werfen Sie einfach einen Blick auf allgemeine Erläuterungen zu Stakeholdern und die Tipps und Tricks bei der Stakeholderidentifikation.

Herausforderungen für Unternehmen

Die Stakeholderkommunikation

Die Stakeholderanalyse ist abgeschlossen – und was jetzt? Wie kommunizieren Sie mit relevanten Stakeholdern? Es empfiehlt sich im Zuge der Stakeholderkommunikation einen Plan zu entwerfen und darin festzuhalten, wie und mit welcher Häufigkeit Sie mit wem kommunizieren. Bezogen auf die Stakeholder-Map bedeutet dies eine Kommunikationszunahme je größer das Interesse und die Macht des Stakeholders ist. So erhalten sie strukturiert und frühzeitig Feedback und Meinungen. Diese Informationen sind wichtig, wenn Sie ihr Vorhaben erfolgreich gestalten und Konflikte vermeiden wollen. Beachten Sie, dass Stakeholder auch Menschen mit Vorlieben sind: manche bevorzugen Meetings, andere ein Vier-Augen-Gespräch oder eine kurze SMS. Darüber hinaus sollte die Kommunikation wechselseitig funktionieren, d.h. Personen und Organisationen müssen auch mit Ihnen kommunizieren können. Den idealen Rahmen dafür sollten Sie definieren.

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