Baumdiagramm

Was ist ein Baumdiagramm, wo wird es eingesetzt und welche Regeln gelten?

Die Struktur abhängiger Elemente visualisieren

Ein Baumdiagramm ist eine graphische Darstellung, die hierarchische Abhängigkeiten zwischen einzelnen Elementen eines Netzwerkes visualisiert. Der Name leitet sich aus der Optik des Diagramms ab, die an einen (umgedrehten oder seitlich liegenden) Baum mit einer verästelten Struktur erinnert. Der Vorteil liegt in der Einfachheit der Darstellung, in der Nachvollziehbarkeit der Abhängigkeiten und der Klarheit der visualisierten Informationen.

Baumdiagramme – alternativ auch als Baumgraph oder Verzweigungsdiagramm bezeichnet – werden in unterschiedlichsten Bereichen genutzt, bspw. als

  • Stammbaum,
  • Kladogramm zur Anzeige der Verwandtschaft verschiedener Lebewesen,
  • in der Mathematik beim Visualisieren von (mehrstufigen) Zufallsexperimenten bzw. der Wahrscheinlichkeitsrechnung,
  • Phrasenstrukturdiagramm zur Gliederung von Texten,
  • Organigramm für Unternehmensorganisationen,
  • Entscheidungsbaum.

Nach dem PMBOK und der DIN 69901 sollte der Projektstrukturplan in Form eines Baumdiagramms dargestellt werden. Im Projektmanagement wird das Diagramm auch zur Darstellung von Kosten, Ressourcen oder der Projektorganisationen genutzt.

Eine Sonderform des Baumdiagramms ist die Mindmap, die sich gut zur Darstellung von komplexen Zusammenhängen eignet, dabei aber auch Querverbindungen – im Sinne von Assoziationen – zulässt.

Elemente im Baumdiagramm

Folgende Elemente und Regeln gibt es bei der Darstellung:

  • Es gibt einen Startknoten (quasi die Wurzel des Baums). Der Startknoten liegt in der obersten Strukturebene. Visuell bedeutet dies, ein Baumdiagramm wird vom Startknoten aus (in der westlichen Projektwelt) von oben nach unten oder von links nach rechts aufgebaut.
  • Jeder Knoten kann sich zu beliebig vielen Knoten in genau die unter ihm liegende Strukturebene verzweigen. Dabei kann jeder Knoten – mit Ausnahme des Startknotens – genau eine Verbindung in der Hierarchie nach oben bzw. in die über ihm liegende Strukturebene haben.
  • Die Strukturebenen überschneiden sich nicht und haben keine gemeinsamen Knoten.

Beispiele für Baumdiagramme

Hier sehen Sie vier Beispiele für Baumdiagramme:

  • ein Organigramm,
  • ein Projektstrukturplan,
  • ein mehrstufiges Zufallsexperiment und
  • einen Entscheidungsbaum. 

 

Baumdiagramm - vier Beispiele

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Hinweise:

Beispiele zu Baumdiagrammen und der Anwendung von Pfadregeln und Rechenregeln wie den Multiplikationssatz und den Additionssatz finden Sie hier »

Hier finden Sie ergänzende Informationen aus unserer Rubrik Wissen kompakt:

Wissen kompakt: Projektstrukturplan

Was ist ein Projektstrukturplan?

Wissen kompakt: Was ist ein Entscheidungsbaum?

Was ist ein Entscheidungsbaum?