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Entscheidungsbaum

Mehrstufige Entscheidungen visualisieren

Ein Entscheidungsbaum visualisiert einen mehrstufigen Entscheidungsprozess mit allen Entscheidungsoptionen. Da die Entscheidungswege durch einzelne Äste dargestellt werden, spricht man auch von einem Baumdiagramm. Entscheidungsbäume eignen sich theoretisch für alle Arten der Entscheidungsfindung – in der Unternehmens- oder Projektmanagement-Praxis gibt es allerdings dann Grenzen, wenn es sich um sehr komplexe Zusammenhänge handelt, denn die Darstellung kann auch schnell unübersichtlich werden. Darüber hinaus sind nicht immer alle Entscheidungsoptionen oder mögliche Konsequenzen in Bezug auf Kosten, Risiken, Eintrittswahrscheinlichkeiten etc. bekannt.

Grundsätzlich eignet sich ein Entscheidungsbaum für das systematische Ableiten von Entscheidungsoptionen. Da die Erstellung eines Entscheidungsbaum neben einer fachlichen Expertise keine spezifischen Qualifikationen erfordert, und die Ergebnisse leicht nachvollzogen werden können, ist das Arbeiten mit Entscheidungsbäumen relativ weit verbreitet. Zur Visualisierung von Entscheidungen in zeitlicher oder logische Abfolge werden lediglich Stift und Papier oder einfachste Grafikprogramme benötigt. Ergänzt werden Entscheidungsbäume häufig auch von Entscheidungstabellen.

Oftmals findet man im Internet auch Beispiele für Entscheidungsbäume, die zwar alternative Wege in einem Ablauf visualisieren, die aber nicht als Entscheidungshilfe taugen. Der Sinn eines Entscheidungsbaums liegt darin, anhand von verschiedenen, visualisierten Antwortoptionen auf konkrete Fragen zu einer finalen Entscheidung zu gelangen. Auch wenn ein Entscheidungsbaum optisch ansprechend sein kann, ist er durch formale Regeln klar struktuiert. Darin liegt auch der größte Vorteil für Anwender, die diese Regeln leicht über mehrere Ebenen – die Fragen mit Ihren Antwortoptionen – nachvollziehen und so eine Entscheidung treffen können.

Visualisieren lässt sich ein Entscheidungsbaum sowohl von oben nach unten als auch von links nach rechts. Komplexere Entscheidungsbäume kennen neben den Fragen und den Antwortoptionen (auch als Alternativen bezeichnet) noch Umweltzustände. Diese Umweltzustände sind äußere Gegebenheiten, die das Ergebnis einer Entscheidung mitbestimmen, jedoch von dem Entscheider nicht beeinflusst werden können (bspw. das Wetter in der Landwirtschaft oder die Öffnungszeiten im stationären Handel). Sie sind damit Unsicherheitsfaktoren und stellen im Prozess der Entscheidungsfindung Risiken dar.  

Entscheidungsbaum - Wissen kompakt - t2informatik

Dieser Entscheidungsbaum unterscheidet rechteckige und runde Verzweigungsknoten. Entscheidungsknoten sind rechteckig (also bspw. E1 und E2), Zustandsknoten sind rund. Die erste Entscheidung E1 führt zu einer Wahl einer Alternative A1 oder A2 und zu Umweltzuständen Z1 und Z2. Danach folgen weitere Entscheidungen mit weiteren Alternativen und Zuständen, solange bis zum Schluss eine Entscheidung feststeht.

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