Ziel

Ein erstrebenswerter Zustand in der Zukunft

Ein Ziel beschreibt einen in der Zukunft liegenden Zustand, der sich vom gegenwärtigen Zustand unterscheidet und erstrebenswert ist. Ziele sind elementare Bestandteil u.a. in der Gesellschaft, der Politik, der Wissenschaft, der Forschung, der Betriebs- und der Volkswirtschaft. Unternehmen definieren meist ökonomische, manchmal auch ökologische oder soziale Ziele. Diese Unternehmensziele sind sowohl Grundlage für unternehmerisches Handeln als auch Maßstab zur Bemessung des Unternehmenserfolgs.

Welche Zielarten gibt es?

Nicht nur Unternehmen als Ganzes sondern auch Unternehmensteile, Bereiche oder Abteilungen definieren und verfolgen Ziele. Darüber hinaus gibt es auch Projektziele, Entwicklungsziele und auch Mitarbeiter verfolgen Ziele. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Arten, Ziele zu unterscheiden:

  • Monetäre und nicht monetäre Ziele bzw. quantitative und qualitative Ziele.
    Monetäre Ziele werden auch als quantitative Ziele bzw. Leistungsziele bezeichnet, da sich die jeweilige Leistung klar definieren und messen lässt, wie z.B. bei der Gewinnsteigerung (um x Prozent), der Erhöhung der Umsatzrentabilität (auf y Prozent) oder der Verbesserung der Liquidität (auf z Geldeinheiten).
    Nicht monetäre Ziele bzw. qualitative Zielen können bspw. die Steigerung der Kundenzufriedenheit, die Verbesserung des Images oder die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit sein.
    Interessant ist, dass die primär nicht monetären Ziele auch einen monetären Einfluss haben können: steigt die Mitarbeiterzufriedenheit, sinkt die Krankheitsquote der Mitarbeitenden, verbessert sich das Image, kaufen Kunden lieber und häufiger die Produkte des Unternehmens. Dieser Blickwinkel führt dazu, dass sich Unternehmen trotz der Formulierung von ökologischen oder sozialen Zielen häufig den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass es ihnen im Endeffekt immer nur um ökonomische Ziele geht.
  • Komplementäre, konkurrierende und indifferente Ziele.
    Bei dieser Art von Zielen geht es um das Zusammenwirken der Ziele untereinander. Ergänzen sich verschiedene Ziele (Mitarbeiterzufriedenheit steigern, Krankheitsquote und Mitarbeiterfluktuation senken), behindern sie sich gegenseitig (kostengünstige Produktion im Ausland und Senkung der Transportkosten) oder haben sie keinen Einfluss aufeinander.
    Konkurrierende Ziele sind im Unternehmensalltag nicht ungewöhnlich, zumal verschiedene interne Bereiche, Abteilungen oder auch einzelne  Mitarbeiter in Konkurrenzverhältnissen stehen. Daher sollten Unternehmen im Zuge des Stakeholdermanagements auch einzelne Stakeholder mit Ihren Motiven und Einstellungen identifizieren und analysieren, sowie mit ihnen regelmäßig kommunizieren.
  • Hauptziele und Nebenziele bzw. Oberziele und Unterziele.
    Hauptziele sind im Vergleich zu Nebenzielen wichtiger, so dass Organisationen primär versuchen, ihre Hauptziele zu erreichen. Unterziele stehen in einer logischen, hierarchischen Beziehung zu Oberzielen. Sie helfen die Oberziele zu erreichen.
    Für Organisationen ist es wichtig, Ziele der Betroffenen miteinander in Einklang zu bringen. Zur Visualisierung bieten sich Zieldiagramme an, die oftmals auch genutzt werden, um Zielhierarchien darzustellen.
  • Strategische und operative Ziele bzw. langfristige, mittelfristige und kurzfristige Ziele.
    Kurzfristige Ziele haben einen zeitlichen Horizont von ca. 1 Jahr, mittelfristige von 3 bis 5 Jahren und langfristige von 5 bis zu 10 Jahren. Die kurzfristigen Ziele werde auch als operative Ziele erachtet (bspw. der Relaunch einer Website), die langfristigen als strategische Ziele (Umstellung der Antriebstechnik in der Automobilproduktion von Benziner und Diesel auf Elektrofahrzeuge).

In der Praxis von Unternehmen kommt es häufig zu einer Vermischung der unterschiedlichen Arten: Ein kurzfristiges, operatives Ziel, kann ein monetäres Hauptziel sein, das mit einem anderen Ziel um interne Ressourcen und Finanzmittel kämpft. Ein operatives, nicht monetäres Ziel kann ein Unterziel sein, dass in die Richtung eines monetären und strategischen Oberziels wirkt.

Neben den genannten Arten gibt es in Organisationen bspw. auch Verhaltensziele, die auf das Miteinander innerhalb der Unternehmung und/oder auf das Verhalten gegenüber Kunden, Partnern oder Wettbewerber abzielt. Als Antwort auf Fragen nach einer verbesserten internen Zusammenarbeit kommt es oftmals zu regelmäßigen Retrospektiven, zur Definition von Sprint-Zielen, zur Verwendung von Good Practices oder der Dokumentation von Lessons Learned. 

Die Formulierung von Zielen

 Unterschiedliche Meinungen gibt es bei der Formulierung von Zielen. Manche Experten fordern Ziele SMART, also 

  • Spezifisch,
  • Messbar,
  • Erreichbar,
  • Realistisch
  • Terminiert

zu formulieren. Andere Fachleute argumentieren hingegen, dies nicht zu tun, denn so würden Organisationen in einer VUKA-Welt in ihrem Denken eingeschränkt und das volle Potential könnte sich somit nie entfalten.

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