t2informatik » Wissen kompakt » Jour fixe

Jour fixe

Die Regelkommunikation zu periodischen Zeitpunkten

Ein Jour fixe bezeichnet ein regelmäßig stattfindendes Treffen einer Gruppe von Personen, bei dem regelmäßig über gleichbleibende Themen gesprochen wird. Im Vergleich zu einem „herkömmlichen“ Treffen bzw. einer Besprechung gibt es einige Unterschiede bzw. Regeln:

  • Bei einem Jour fixe gibt es keinen Grund, einen nachfolgenden Termin mit potentiellen Teilnehmern abzustimmen, denn ein Jour fixe – die Übersetzung aus dem französischen heißt „fester Tag“ – findet periodisch statt; also bspw. an jedem ersten Freitag im Monat oder jeden Tag um 7:30 Uhr. Es bedarf lediglich einer initialen Terminabsprache und alle Folgetermine stehen damit fest.
  • Ein Jour fixe benötigt keine Einladung, denn der Kreis der Teilnehmer ist identisch. So trifft sich bspw. der Leitungsstab einer Organisation jeden Morgen oder das Entwicklungsteam täglich zum Daily Scrum. Ob Gäste an dem Jour fixe teilnehmen dürfen oder nicht, gilt es innerhalb der Organisation festzulegen.
  • Ein Jour fixe benötigt keine Agenda. Während eine Agenda bei einem spezifisch geplanten und terminierten Meeting sehr wichtig ist und Orientierung bietet, ist dies bei einem Jour fixe nicht nötig. Die besprochenen Themen sind ähnlich bzw. sogar identisch: Wie ist der Projektstatus? Welche Probleme gilt es zu lösen? Wie lauten die wirtschaftlichen Zahlen? Offene Punkte können natürlich ebenfalls besprochen werden.
  • Die Teilnahme am Jour fixe ist für den definierten Personenkreis obligatorisch. Ist ein Teilnehmer verhindert, sollte idealerweise ein Stellvertreter teilnehmen. Alternativ müssten die Erkenntnisse des Treffens separat kommuniziert werden.
  • Das Jour fixe findet nicht nur zur selben Zeit, sondern auch am selben Ort statt.

Ein Jour fixe wird auch als Regelkommunikation beschrieben. Dies ergibt Sinn, denn einerseits findet die Kommunikation sehr regelmäßig statt, und andererseits gibt es wie beschrieben einige, sehr leicht verständliche Regeln, die zum Gelingen beitragen. Welche separaten Regeln für ein Jour fixe und/oder „herkömmliche“ Meetings gelten, sollten Organisationen im Vorfeld klären. Wie lange dauert das Treffen und wer sorgt für die Einhaltung der Timebox? Wer moderiert das Treffen und gibt es einen Protokollanten? Werden die Ergebnisse den Teilnehmern im Anschluss schriftlich zur Verfügung gestellt? Wie werden besprochene Aufgaben nachverfolgt? Ist die Verwendung Handys und anderen Hilfsmitteln während des Treffens erlaubt? Etc.

Wöchentliche Tipps, Meinungen und Informationen gibt es im t2informatik Blog – regelmäßig mit renommierten Gastautoren.

„Ich brauche Freiheit und Vertrauen. Und ich möchte Verantwortung übernehmen und dabei Spaß haben!“

Share This