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Digital Design

Wissen kompakt: Digital Design beschäftigt sich mit der holistischen Gestaltung von digitalen Produkten, Systemen, Dienstleistungen, Prozessen oder Geschäftsmodellen.

Digital Design – ganzheitliche digitale Gestaltung

Digitale Produkte, Systeme, Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle gehören längst zum Alltag von Menschen und Organisationen. Sie ganzheitlich zu gestalten und optimieren, ist die Aufgabe im Digital Design. Ganzheitlich bedeutet dabei, neben dem Design auch Aspekte wie bspw. User Experience, Ergometrie und Psychologie, Wirtschaftlichkeit, Sozial- und Arbeitswissenschaften, Kommunikation, Marketing und Vertrieb zu berücksichtigen. Es geht um Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen und um Kontext und Umgebung. Es geht um die Überwindung von organisatorischen Hindernissen und den konsequenten Fokus auf Nutzer und Nutzen. Kurzum: Digital Design ist ein holistischer Ansatz bei der Gestaltung und Optimierung von digitalen Produkten und Dienstleistungen, Prozessen und Geschäftsmodellen.

Digital Design – zwei unterschiedliche Perspektiven

Interessanterweise gibt es zwei verschiedene Perspektiven auf Digital Design:

Perspektive Grafikdesign

In manchen Publikationen ist zu lesen, dass Grafikdesign ein Überbegriff für alle Formen von Design und somit auch für Digital Design ist. Diese Betrachtungsweise ist jedoch umstritten. Auch die Unterscheidung, wonach Grafikdesign die Gestaltung von statischen Inhalten bspw. für Printprodukte, und Digital Design die Gestaltung von digitalen Formaten zum Inhalt hat, gilt als überholt. Der wesentliche Unterschied liegt in der Programmierung, denn Digital Design wird in Programmiersprache umgesetzt.

Dies hat zur Folge, dass es verschiedene Arten von Digital Design gibt1:

  • Webdesign
  • App-Design
  • Infografikdesign
  • Social Media Design
  • Präsentationsdesign

Konsequenterweise ergibt sich aus diesen Arten eine Nähe zum Marketing, das mithilfe eines digitalen Designs bspw. die Markenbekanntheit, die Reichweite von Beiträgen und natürlich auch die Verkaufszahlen steigern möchte.

Perspektive Software Engineering

Diese Perspektive hat ihren Ursprung in einer Podiumsdiskussion beim Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitcom e.V. und einem vom International Requirements Engineering Board e.V. (IREB) organisierten Workshop, an denen sich Fachleute aus den Disziplinen Produktdesign, Software Engineering und Digitalisierung über Herausforderungen der Softwarebranche austauschten. Die Erkenntnis: es fehlt eine holistische Disziplin bzw. Rolle, um digitale Lösungen mit analogen Komponenten gestalten und optimieren zu können.2

In der Folge wurde das Digital Design Manifest und die Rolle des Digital Design Professionals ins Leben gerufen. „Für die Digitalisierung soll der Digital Designer das sein, was der Architekt für das Bauwesen ist. So wie kein Bauvorhaben ohne Architekt durchgeführt werden sollte, sollte auch kein Digitalisierungsvorhaben ohne Digital Designer stattfinden.“3

Digital Design Manifest

Das Manifest definiert Digital Design als Gestaltungsprofession. „Digital Designer gestalten und optimieren Ziel, Nutzen und Mittel im Zusammenspiel, im Großen wie im Kleinen, Sichtbares und Verborgenes, Materielles und Immaterielles, und sie gestalten und optimieren auch den Gestaltungsprozess.“4

Es geht insbesondere um

  • Nützlichkeit und Brauchbarkeit,
  • Eleganz und Ästhetik,
  • Evolution,
  • Exploration,
  • Fokus auf Nutzer,
  • Antizipation von Auswirkungen,
  • Datenschutz und Datensicherheit,
  • Nachhaltigkeit sowie
  • analoge und digitale Wertigkeit.

Darüber hinaus ist Digital Design kein Selbstzweck, sondern achtet Erfordernisse und tatsächlichen Nutzen.

Digital Design - die holistische Gestaltung von digitalen Produkten

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Impuls zum Diskutieren:

Wird die Profession des Digital Designers andere Organisationsrollen wie bspw. Requirements Engineers, Projektmanager oder User Experience Designer eher ersetzen oder ergänzen?

Hinweise:

[1] Was ist eigentlich Digital Design?
[2] Historie des digitalten Designs
[3] [4] Digital Design Manifest

Das Manifest wurde von 20 Personen unterzeichnet. Darüber hinaus gibt es 12 institutionelle Unterstützer. Federführend ist der Bitcom e.V.

Hier finden Sie ergänzende Informationen aus dem t2informatik Blog:

t2informatik Blog: Der Mensch und die Digitalisierung

Der Mensch in der Digitalisierung

t2informatik Blog: Design-Emergency

Design-Emergency