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Effectuation

Entscheidungen bei Ungewissheit treffen

Effectuation ist eine eigenständige, nicht kausale Entscheidungslogik, die vor allem Unternehmensgründer in Situationen der Ungewissheit nutzen. Situationen der Unsicherheit treten immer dann auf, wenn belastbare Prognosen über die Zukunft nicht möglich sind. Dabei folgt Effectuation der Grundannahme, dass die Dinge, die durch Steuerung beeinflussbar sind, nicht vorhergesagt werden müssen. Die kausale Logik hingegen folgt dem Gedanken, dass nur Dinge vorhergesagt werden können, die auch steuerbar sind.

Der Effectuation-Ansatz ist ein Ergebnis der globalen Entrepreneurship-Forschung unter der Federführung von Professor Saras D. Sarasvathy. Die Entrepreneurship-Forschung beschäftigt sich mit wirtschaftswissenschaftlichen Aspekten bei Gründungen von Organisationen als Reaktion auf identifizierte Marktchancen sowie mit Unternehmensgründern, die ein persönliches Kapitalrisiko tragen. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Frau Sarasvathy wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2009 und 2015 mit den Gerald E. Hills Best Paper Awards der American Marketing Association und 2017 mit dem Foundational Paper Award der Academy of Management.

Hinweis:

Wie Entreprneure mit Ungewissheit umgehen und welche fünf Prinzipien die Effectuation kennt, beschreibt Heiko Bartlog in Das Prinzip Effectuation.

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