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Turing Award

Die höchste Auszeichnung in der Informatik

Der A.M. Turing Award ist die höchste Auszeichnung in der Informatik. Sie wird seit 1966 einmal pro Jahr an Personen verliehen, deren Arbeiten herausragende Bedeutung für die Informatik haben. Verliehen wird die Auszeichnung, die heutzutage von Google gesponsert wird und mit 1 Million US-Dollar dotiert ist, von der Association for Computer Machinery (ACM). Diese wurde bereits 1947 als  wissenschaftliche Gesellschaft für Informatik mit dem Ziel gegründet, die Wissenschaft und Anwendung der Informationstechnolgie zu fördern. Nach eigenen Angaben ist das ACM mit ca. 78.000 Mitgliedern in mehr als 100 Ländern aktiv. Die deutsche Sektion ist das German Chapter of the ACM, das 2018 sein 50-jähriges Bestehen feiern konnte.

Benannt ist die Auszeichnung nach Alan Mathison Turing, einem britischen Mathematiker, Informatiker und Kryptoanalytiker. Er beschrieb einen wesentlichen Teil der theoretischen Grundlagen der Informations- und Computertechnologie und gilt als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung. Die von ihm entwickelte Turingmaschine ist ein Grundpfeiler der Theoretischen Informatik. Im zweiten Weltkrieg war er maßgeblich an der Entschlüsselung der Enigma beteiligt, mit der die deutsche Armee ihre Funksprüche verschlüsselt hatte. 1952 wurde Alan Turing aufgrund seiner Homosexualität, die seinerzeit als Straftat verfolgt wurde, zu einer Hormonbehandlung verurteilt. Er litt fortan an Depressionen und nahm sich 1954 das Leben.

Seit 1966 wurde der Turing Award 52 mal verliehen. 67 Personen wurden ausgezeichnet, 39 Mal wurden einzelne Personen als Preisträger ausgezeichnet, 11 Mal wurde der Preis gleichzeitig an 2 Personen verliehen und 2 Mal an drei Personen. Erster Preisträger war Alan Jay Perlis, ein amerikanischer Informatiker, der maßgeblich dazu beitrug, dass Informatik als eigenständiges Fach an amerikanischen Universitäten unterrichtet wurde. Der jüngste Gewinner war lediglich 36 Jahre alt: 1974 überzeugte Donald Knuth die Jury mit „Computer Programming as an Art“. Und 2006 gewann mit Frances Elisabeth Allen erstmals eine Frau den Turing Award für ihre Ausführungen zur Theorie und Praxis der Compileroptimierung.

And the Turing Award goes to …

“Das Fachwissen zu Softwarearchitekturen, die Expertise in der Softwareentwicklung und die sehr flexible Arbeitsweise waren ideal für uns.“
„Ihren Blog lese ich schon lange und mit großer Freude. Systematisch, auf den Punkt und ansprechend.“
  • USA – 47 Gewinner 70% 70%
  • Großbritannien – 7 Gewinner 10% 10%
  • Israel – 3 Gewinner 4% 4%
  • Kanada – 2 Gewinner 3% 3%
  • Norwegen – 2 Gewinner 3% 3%
  • Niederlande – 1 Gewinner 1% 1%
  • Ecuador – 1 Gewinner 1% 1%
  • China – 1 Gewinner 1% 1%
  • Griechenland – 1 Gewinner 1% 1%
  • Schweiz – 1 Gewinner 1% 1%
  • Dänemark – 1 Gewinner 1% 1%

Frauen

Männer

John

Richard

Robert

Jüngster Gewinner

Ältester Gewinner

Durchschnittsalter

Hinweise:

Informationen zum German Chapter of the ACM finden Sie hier  »
Eine chronologische Auflistung der Gewinner des Turing Awards finden Sie hier  »
Weitere Informationen zu Alan Mathison Turing finden Sie hier  »

 

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