Collaboration

Was ist Collaboration, wie wird sie gefördert und warum handelt es sich um ein Konzept?

Collaboration ist ein Konzept der Zusammenarbeit

Die deutsche Übersetzung des englischen Begriffs „Collaboration“ heißt: Zusammenarbeit. Die Bedeutung des Begriffs geht weit über diese schlichte Übersetzung hinaus. Collaboration steht für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern einer oder mehrerer Organisationen in Richtung eines gemeinsamen Ziels.

Collaboration fördert einerseits das Miteinander zwischen einzelnen Individuen und stärkt andererseits das Zusammenwirken von internen oder externen, kooperativen Einheiten, also Gruppen, Teams, Abteilungen, Bereichen, Kooperationen und Partnerschaften. Arbeiten Unternehmen gemeinsam an der Entwicklung von Lösungen oder der Vermarktung von Produkten, basiert diese Zusammenarbeit immer auf einzelnen Individuen, d.h. wer über Collaboration nachdenkt und sie verbessern möchte, muss sich mit dem einzelnen Individuum auseinandersetzen.

Darüber hinaus nutzt Collaboration organisatorische und/oder technische Strukturen und adressiert den Zugang zu Informationen, die Nutzung von Workflows und die Verwendung von Tools. Collaboration ist somit eher ein Konzept also nur die einfache Übersetzung des Begriffs „Zusammenarbeit“.

Collaboration Skills bzw. Fähigkeiten

Collaboration setzt Willen, Einstellung und diverse Fähigkeiten voraus. Es gilt ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, um die Zusammenarbeit gut – möglicherweise auch effektiv und effizient – zu gestalten. Folgende Punkte können u.a. dazu beitragen:

  • Sinn und Zweck: Worum geht es, wer arbeitet wie, wann, warum, wo und in welcher Frequenz mit welchen Hilfsmitteln zusammen? Nur wenn das Individuum für sich einen Sinn in der Zusammenarbeit sieht, kann diese dauerhaft und gut funktionieren.
  • Gemeinsame Ziele: Die Erreichung gemeinsamer und entsprechend definierter Ziele steht im Vordergrund. Gruppenziele sind wichtiger als individuelle Ziele.
  • Gegenseitige Unterstützung, sowie die Bereitschaft Informationen, Wissen und auch Erfolge zu teilen.
  • Wertschätzung: Anerkennung und Respekt zwischen den Beteiligten fördert die Zusammenarbeit. Ausdruck findet die Wertschätzung bspw. durch aktives Zuhören, verbaler oder nonverbaler Kommunikation, Empathie und wohlwollendem Feedback.
  • Positive Erfahrungen, Vertrauen und die Bereitschaft gemeinsam zu lernen.

 

Collaboration - die Zusammenarbeit zwischen Individuen mit einem gemeinsamen Ziel

Social Collaboration

In den letzten Jahren hat sich der Begriff „Social Collaboration“ für die Zusammenarbeit von Menschen mittels Software etabliert. Die begriffliche Nähe zu „Social Media“ ist vermutlich kein Zufall.

Je weiter die Digitalisierung der Arbeitswelt voranschreitet, desto bedeutsamer wird Social Collaboration. Remote Work wird möglich, da sich räumliche und zeitliche Distanzen überbrücken lassen. Der Zugang zu Informationen und die Verteilung von Informationen wird elektronisch gesteuert. Und die Kommunikation erfolgt sequenziell und zeitversetzt – sprich aysnchron – oder synchron in Echtzeit (auch als Echtzeit-Collaboration bezeichnet).

Es gibt eine ganze Reihe von Tools, Plattformen oder Konzepten, die Social Collaboration unterstützen. Sie werden u.a. für

  • die Planung von Projekten und Entwicklungen,
  • das Managen von Ressourcen,
  • die Verwaltung von Aufgaben,
  • die Visualisierung von Aktivitäten,
  • die Anzeige von Arbeitsfortschritten,
  • die Dokumentation von Ergebnissen,
  • den Austausch von Daten,
  • das Reporting und die Analyse von Daten,
  • die Interaktion zwischen verschiedenen Systemen,
  • oder die Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten

verwendet. Interessanterweise wird die Zusammenarbeit in Teams schon sehr lange durch Software – bspw. mittels Groupware, Filesharing, Intranets, E-Mails, Videokonferenz-Systeme, Messenger-Dienste – unterstützt; Social Collaboration ist also nicht wirklich neu.

Collaboration Tools

Immer wieder taucht die Frage nach „guten“ Collaboration Tools auf. Doch was ist gut? Wird eine Lösung für den internen Gebrauch gesucht oder sollen auch externe Mitarbeiter und Dienstleister darauf zugreifen können? Welche Funktionen müssen die Tools bieten, welche Fähigkeiten setzen sie bei Anwendern voraus? Wie elementar ist Datenschutz? Wo erfolgt ein mögliches Hosting? Wie wichtig ist das Teilen von Dokumenten und Bildschirmen, das Zuweisen von Rollen, das Anzeigen von Wortmeldungen, das parallele Chaten, die Aufzeichnung einzelner Sessions oder die Nutzung von sogenannten Break-out-Rooms? Bei der Auswahl von geeigneten Lösungen gilt es viele Aspekte zu berücksichtigen.

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit Tools, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und mit individuellen Schwerpunkten:

  • Google Drive – Dateienbearbeitung in der Cloud inklusive Nutzung von Google Docs, Tabellen und Präsentationen
  • OneDrive – Datenverwaltung in der Cloud
  • OneNote – digitales Notizbuch
  • Evernote – Priorisierte To-Do-Listen für Ideen und Projekte
  • NextCloud – Zusammenarbeit an Dokumenten, E-Mail-Account, Video-Chats
  • Office 365 – MS Office in der Cloud, u. a. auch mit OneNote, Sharepoint, Teams, Yammer …
  • Notion – Workspace für Notizen und Dokumenten, Knowledge Base und Tabellenverwaltung
  • Confluence – zentrale Informationsverwaltung und -austauch für Projekte inklusive Blog und Kalender
  • Jira – Cloudbasiertes Entwicklungstool für Teams
  • Etherpad – Open Source Online Editor
  • Ethermap – Erstellen, Anzeigen und Teilen von Landkarten und Lokationen
  • EtherCalc – kostenfreie Tabellenkalkulation im Internet
  • Cryptpad – Text- und Codeeditor, Kanban- und Whiteboards sowie Datenablage in der Cloud
  • Teamdrive – Datenablage in der Cloud
  • jitsi – Videokonferenz mit Augenmerk auf verschlüsselter Kommunikation
  • Basecamp – Messageboards, To-Do-Listen, Chat, Kalender und Dokumentenablage
  • Slack – organisierte Kommunikation als Alternative zu E-Mails
  • Conceptboard – Visuelle Zusammenarbeit mit Boards, Mindmaps, Kalender, Dokumentaten
  • Circuit – Verwaltung von Dokumenten und Konversationen
  • NETSYNO – Digitalisierung von Prozessen
  • GitHub – Entwicklungsplattform zum Hosten und Reviewen von Code
  • GitLab – komplette DevOps Plattform
  • Gitbook – Verwaltung von Notizen und Produktinformationen
  • Bitbucket – Plattform zum Code Management inklusive Coding, Testing und Deployment
  • Mentimeter – Interaktive Präsentationen mit Echtzeit-Interaktion per Handy
  • Trello – Organisation von Boards, Listen und Karten
  • Sharepoint – Teilen von Daten, Daten, News und Ressourcen
  • Mural – Visuelle Zusammenarbeit mit Diagrammen, Flowcharts, Zeichnungen
  • Dropbox – Verknüpfung und Synchronisation von lokalen Dateien und Cloud-Inhalten
  • Telegram – Messenger für PC/Mac/Linux, Android und macOS
  • Meistertask – Online-Task-Management für Teams
  • Yammer – Unternehmensweit netzwerken und Communitys gründen
  • Microsoft Whiteboard – Digitale Leinwand zum Entwickeln von Ideen
  • Mipui – Erstellen, Bearbeiten und Anzeigen von Karten für Tisch- oder Rollenspiele
  • LivePlace – Webinar-Software für virtuelle Schulungen, gehostet in Deutschland
  • Jive –  Verwaltung von Beziehungen zwischen Menschen, Inhalten und Aktivitäten in einem Ökosystem
  • HackMD – Echtzeitzusammenarbeit bei der Dokumentation in Teams
  • Zoho – Plattform mit über 40 einzelnen Applikationen von CRM über Finanzen und HR
  • Signal – Messenger für Android, iPhone und Desktop
  • Viber – Messenger und Telefonie
  • WhatsApp – Messenger Dienst für Textnachrichten, Bild-, Video- und Ton-Dateien
  • Threema – Messenger Dienst, der sich auch anonym (und sicher) nutzen lässt
  • BigBlueButton – Webkonferenzen für Online Learning
  • WeChat – Plattform zum Chaten und Telefonieren
  • Snapchat – Messenger für Smartphone und Tablet-PC
  • WebEX – Videokonferenz, Webinar und Desktop Sharing
  • GoToMeeting – Videokonferenz u.a. mit Office-365-Plugin
  • ClickMeeting – Webinarsoftware für Online-Kurse und Schulungen, Meetings und Zusammenarbeit
  • TeamViewer – Plattform für Fernzugriff und Fernwartung
  • BlueJeans – Videokonferenzen auch für Großveranstaltungen
  • AnyMeeting – Webkonferenz- und Webinar-Dienst für kleine Unternehmen
  • Google Hangout – Plattform für SMS, Audio- und Videoanrufe
  • Microsoft Teams – Plattform für Chat, Besprechungen, Notizen und Dateien
  • Amazon Chime – Online-Meetings und Videokonferenzen
  • Mikogo – Desktop-Sharing-Software für Fernwartung, Webkonferenzen, Online-Präsentationen und E-Learning
  • Spreed – Mobile Video-Kommunikation
  • GoMeetNow – Video- und Webkonferenzen
  • Edudip Next – Browserbasierte, in Deutschland betriebene Webinarsoftware
  • FastViewer – Fernwartung und Online-Meetings
  • Zoom – Kombination von Videokonferenzen, Online-Besprechungen, Chat und mobiler Zusammenarbeit 
  • Skype und Skype for Business – Kommunikationstool für IP-Telefonie, Messenger-Dienste und Videokonferenzen
  • Tine Chat – Video Chat Room Community
  • Samba Live – Videokonferenz im Browser ohne Download
  • VSee – Gruppen-Video-Chat und Bildschirmfreigabe
  • Whereby – Video-Meetings ohne Downloads und Logins für Gäste

 

Die Zusammenarbeit in Organisationen wird immer wichtiger, gleichzeitig nimmt die  Individualisierung der Mitarbeiter zu. Wie gelingt Collaboration in Unternehmen?

Wie gelingt Collaboration in der Praxis?

Hinweise:

Collaboration wird in manchen deutschsprachigen Publikationen als Kollaboration bezeichnet, da die sprachliche Nähe zu einem Kollaborateur nahe liegt, hat sich jedoch der englische Begriff weitestgehend im deutschsprachigen Raum durchgesetzt.

Hier finden Sie ergänzende Informationen aus unserem Blog:

t2informatik Blog: Die Vorteile von Remote Work

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t2informatik Blog: Softwareauswahl in 10 Schritten

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