CI/CD Pipeline auf einem Raspberry Pi – Teil 2

von | 23.02.2019 | Softwareentwicklung | 0 Kommentare

Nachdem wir uns in Teil 1 vor allem um die Einrichtung und Konfiguration gekümmert haben, möchte ich in Teil 2 des Experiments die Installation eines Build-Servers auf dem Raspberry Pi beschreiben. Ich habe mich an dieser Stelle für Jenkins entschieden, da Jenkins OpenSource und kostenlos ist, und die Installation relativ leicht funktioniert.

Die Installation von Jenkins

Verbinden Sie bitte Ihren Raspberry Pi per SSH und aktualisieren Sie zu Beginn die Grundpakete. Geben Sie dafür bitte einfach folgende Befehle in die Konsole ein:

Bestätigen Sie die jeweiligen Nachfragen mit Enter.

Java installieren

Als nächstes benötigen Sie eine Java-Installation, denn Jenkins basiert darauf. Ich empfehle Ihnen – auch aufgrund aktueller Lizenzierungsprobleme mit Oracle – die Installation von OpenJDK:

Zum Testen rufen Sie einfach die entsprechende Version auf:

Sollten Sie hier auf ein Problem mit der Fehlermeldung „Error: missing `server‘ JVM at `/usr/lib/jvm/java-8-openjdk-armhf/jre/lib/arm/server/libjvm.so‘.“ stoßen, hat mir folgender Thread weitergeholfen: https://www.raspberrypi.org/forums/viewtopic.php?t=197824

Ich habe folgende Kommandos ausgeführt, dann lief es:

Nun sollte der Aufruf von „java –version“ eine erfolgreiche Versionsinformation liefern und Sie können Jenkins installieren. Stellen Sie dazu eine weitere Paketquelle von Jenkins bereit und installieren Sie den Server über die Paketverwaltung:

Nun sollte Jenkins installiert sein und bereits laufen. Prüfen Sie dazu bitte:

Dieser Befehl gibt den Status des Jenkins-Dienstes aus; in der Art sollte dort folgendes stehen:

Sollte dies der Fall sein, können Sie von Ihrem Computer aus per Browser die Jenkins-Weboberfläche bereits öffnen: http://[ip-adresse-des-pi]:8080. Gegebenenfalls benötigen Sie einige Sekunden Geduld bis alles initial geladen wird.

Getting Jenkins started

Als nächstes dürfen Sie die Jenkins-Instanz entsperren. Dazu gilt es einen speziellen Schlüssel herauszusuchen und in das Eingabefeld entsprechend einzufügen:

Unlock Jenkins

Den Inhalt der Datei holen Sie sich per SSH direkt von der Raspberry Pi:

Den ausgegebenen Schlüssel kopieren Sie einfach aus dem Terminal in das Eingabefeld und klicken auf „Continue“.

Die Installation der Plugins

Im folgenden Screen entscheiden Sie sich bitte für „install suggested plugins“. Jenkins installiert automatisch alle Plugins nacheinander. Das kann einige Minuten dauern.

Getting Started

Hinweis: Bei meiner Installation wurde die Installation einiger Plugins als fehlerhaft hervorgehoben. In Jenkins selbst konnte ich aber keinerlei Probleme identifizieren; lassen Sie sich also ggf. davon nicht beirren: fehlende Plugins lassen sich auch später nachinstallieren.

Der initiale User

Nun geben Sie noch die Daten für den initialen User ein:

Create First Admin User

Jetzt sollten Sie bereits die Hauptseite von Jenkins sehen, die jetzt komplett eingerichtet ist:

Welcome to Jenkins!

Und schon sind Sie fertig.

In Teil 3 des Experiments beschreibe ich Ihnen, wie Sie den Build-Server verwenden und einen Build-Job erzeugen können. Sind Sie dann auch wieder dabei? Hier geht es zu Teil 3.

Peter Friedland

Peter Friedland

t2informatik GmbH

Peter Friedland ist bei der t2informatik GmbH als Software Consultant tätig. In verschiedenen Kundenprojekten entwickelt er innovative Lösungen in enger Zusammenarbeit mit Partnern und den Ansprechpartnern vor Ort. Und ab und an bloggt er auch.

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