Oh, interessante Bücher
„In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als der Verfasser selbst darin zu legen wusste.“ – Marie von Ebner-Eschenbach
„Es ist mit dem Lesen wie mit jedem anderen Genusse: er wird stets desto tiefer und nachhaltiger sein, je inniger und liebevoller wir uns ihm hingeben.“ – Hermann Hesse
„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.“ – Heinrich Heine
Manche Bücher öffnen Türen. Sie laden ein, sich auf andere Gedanken, Erfahrungen und Sichtweisen einzulassen, und genau das macht sie interessant. Diesmal stelle ich einige solcher Bücher vor: von und mit Andrea Grundmann, Jessica Schwarzer, Katharina Schleeberger und Dr. Andrea Herrmann, sowie Bernadette von Wittern und Herbert Lippmann.
Digitales Charisma
So überzeugst du mit Persönlichkeit und Haltung in der digitalen Welt
Andrea Grundmann
Andrea, worum geht es in Deinem Buch?
Andrea: In meinem Buch geht es darum, wie Menschen ihre Persönlichkeit, Haltung und Wirkung in der digitalen Welt sichtbar machen können. Ich zeige, warum digitale Kommunikation nach eigenen Regeln funktioniert, wie Wahrnehmung und Vertrauen entstehen und wie man eine authentische Personal Brand aufbaut. Dabei verbinde ich die Themen Kommunikation, Führung, Wirkung und Sichtbarkeit mit ganz konkreten Anleitungen für die eigene digitale Präsenz und auch für LinkedIn.
Das Ziel ist, im Digitalen genauso zu wirken wie im Analogen, authentisch und stimmig über die eigene Persönlichkeit, Positionierung und Botschaft.
Warum hast Du das Buch geschrieben?
Andrea: Ich habe das Buch geschrieben, weil ich in meiner Arbeit immer wieder erlebt habe, wie schwer sich gerade erfolgreiche, kompetente und charismatische Menschen tun, online authentisch zu kommunizieren. Ihnen fehlt dabei nicht der Mut, sondern die Klarheit darüber, was sie ausmacht und wie sie das authentisch sichtbar machen können.
Gleichzeitig halte ich es für super wichtig, dass mehr starke Persönlichkeiten mit Haltung öffentlich sichtbar werden und sich in gesellschaftliche Debatten einbringen. Zu oft sind die klugen und inhaltsstarken Stimmen zu leise, während Lautstärke und Quantität die öffentliche Wahrnehmung prägen. Mit diesem Buch möchte ich Menschen dabei unterstützen, ihre eigene Stimme zu finden und sichtbar einzusetzen.
Und wer sollte das Buch lesen?
Andrea: Das Buch richtet sich an Unternehmer:innen, Führungskräfte, Expert:innen und alle Menschen, die ihre Sichtbarkeit, Wirkung und Positionierung im digitalen Raum stärken möchten. Es ist für diejenigen geschrieben, die etwas zu sagen haben, ihre Persönlichkeit authentisch zeigen wollen und verstehen möchten, wie digitale Kommunikation heute funktioniert. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand bereits sichtbar ist und seinen Auftritt optimieren möchte oder sich erstmals bewusst mit der eigenen digitalen Präsenz beschäftigt.
→ Hier finden Sie weitere Informationen über das Buch „Digitales Charisma“.
Über die Psychologie der Börse
20 zeitlose Lektionen über Börsenpsychologie – So wirst Du ein besserer (und entspannterer) Anleger
Jessica Schwarzer
Jessica, worum geht es in Deinem Buch?
Jessica: Es geht um große Emotionen! Obwohl wir eigentlich ruhig und durchdacht handeln wollen und sollten, wenn es um unsere Finanzen geht, sind wir leider alles andere als rational. Vor allem an der Börse kann uns das schnell viel Geld kosten.
„Der größte Feind des Anlegers schaut ihm jeden Morgen aus dem Spiegel entgegen“, sagte einst Benjamin Graham, Wirtschaftsprofessor und Lehrmeister des Superinvestors Warren Buffett. Besser lässt sich das Dilemma an der Börse kaum auf den Punkt bringen: Angst, Gier, selektive Wahrnehmung und Selbstbetrug führen dazu, dass wir uns von Emotionen statt von Vernunft leiten lassen – oft mit teuren Folgen.
In meinem aktuellen Buch „Über die Psychologie der Börse“ geht es darum, wie wir als Anlegerinnen und Anleger, die psychologischen Fallen erkennen, vermeiden und sogar für uns nutzen können. Es geht darum, ein starkes Money-Mindset zu entwickeln, emotionale Entscheidungen in den Griff zu bekommen und langfristig entspannter – und vor allem erfolgreicher – zu investieren.
Warum hast Du das Buch geschrieben?
Jessica: Das Thema Börsenpsychologie fasziniert mich schon seit Jahren. Wir alle stolpern immer mal wieder über emotionale Fallstricke, oft über die selben gleich mehrmals. Ich bin überzeugt davon, dass es wichtig ist, sich mit Börsenpsychologie zu beschäftigen. Wann verlieren wir die Nerven? Wann werden wir gierig? Wann verdrängen wir Verluste, reden uns negative Nachrichten schön? Warum verkaufen wir zu früh und lassen Gewinne nicht laufen? Warum halten wir an Nieten fest, anstatt die Reißleine zu ziehen? All das lässt sich psychologisch sehr gut erklären. Je mehr wir darüber wissen, desto besser!
Und dann gibt es noch einen Grund: Ich bin leidenschaftliche Börsianerin und schreibe für mein Leben gerne Bücher über die Börse. Das aktuelle ist ja auch schon Nummer 8. Das neunte wird folgen.
Und wer sollte das Buch lesen?
Jessica: Anfänger, Fortgeschritten, vielleicht sogar der eine oder andere Profi. Wir sind alle Menschen aus Fleisch und Blut. Wir sind keine Roboter. Wir haben Emotionen und die führen uns eben manchmal auch in die Irre. Sie zu erkennen (abschalten können wir sie nicht) und zu kontrollieren, macht jeden zu einer besseren Anlegerin oder einem besseren Anleger.
Fun Fact: Frauen, das angeblich emotionale Geschlecht, haben ihre Gefühle an der Börse besser im Griff!
→ Hier finden Sie weitere Informationen über das Buch „Über die Psychologie der Börse“.
Networkbook®
Netzwerk lernen. Beruflich was bewegen.
Katharina Schleeberger
Katharina, worum geht es in Deinem Buch?
Katharina: Das Networkbook® ist ein Praxisbuch. Es begleitet die Lesenden beim Aufbau ihrer persönlichen Netzwerkkompetenz. Es kombiniert psychologische Forschung mit Erfahrungsberichten von Netzwerkenden.
Tests, Methoden und Reflexionsfragen laden dazu ein, aktiv zu werden und die eigenen Gedanken direkt im Buch zu dokumentieren. Im Zentrum steht das wissenschaftlich fundierte LINK-System des Netzwerkens: Learn, Identify, Network und Keep. Jeder Phase ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
Warum hast Du das Buch geschrieben?
Katharina: Als Psychologin im Personalbereich habe ich mehrere tausend Karrieren begleitet – von der Berufsausbildung bis hin zur Professur. Ein Muster ist mir dabei immer wieder begegnet: Viele kompetente Menschen konnten ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen, weil ihnen das Netzwerk fehlte.
Da es bis dahin keinen Ansatz gab, um dieses Problem zu lösen, habe ich die Isolation der Coronazeit 2020 genutzt und das LINK-System entwickelt. Seitdem setze ich es in Organisationen ein, die Netzwerke strategisch nutzen.
Mein erster Kunde war Coca-Cola, gefolgt von der Deutschen Bundesbank und vielen weiteren. Mit dem Networkbook® mache ich das Wissen nun für alle zugänglich.
Und wer sollte das Buch lesen?
Katharina: Menschen, die ihr Netzwerk nicht dem Zufall überlassen wollen. Die spüren, dass fachliche Leistung allein nicht reicht, um gesehen und gefördert zu werden. Die wissen: Es ist Zeit, aktiv zu werden.
Es richtet sich aber auch an Führungskräfte, die Netzwerkkompetenz strategisch in ihrer Organisation verankern wollen. Denn klar ist: erfolgreich sind wir nur gemeinsam! Viele führende Organisationen haben dies bereits erkannt.
→ Hier finden Sie weitere Informationen über das Buch „Networkbook®“.
Kreativität in IT und Technik für Dummies
Dr. Andrea Herrmann
Andrea, worum geht es in Deinem Buch?
Andrea: Es geht darum, wie man Kreativität nutzbringend bei Entwurf und Entwicklung von technischen Produkten in den Entwicklungsprozess integrieren kann. Dazu habe ich ein Vorgehensmodell entwickelt, das V-Modell, iteratives Vorgehen, Double-Diamond, Twin Peaks und Design Thinking zu einem einzigen integriert.
Im Hauptteil des Buchs zeige ich anhand eines umfangreicheren Beispiels, wie Kreativitätsmethoden im technischen Bereich angewendet werden können.
Es geht aber auch um Softskills, beispielsweise das Überwinden von Kreativitätsblockaden, die Vorbereitung und Moderation von Kreativitätsworkshops und das Flow-Gefühl. Durchgängig diskutiere ich zudem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, deren Nutzen ich hauptsächlich in den kreativen Tätigkeiten sehe.
Warum hast Du das Buch geschrieben?
Andrea: Das Thema Kreativität beschäftigt mich schon lange und ist mein tägliches Handwerkszeug. In der Praxis wird Kreativität zwar oft erwünscht, aber selten ergebnisorientiert gemanagt. Es gibt auch bisher kein deutschsprachiges Buch, das für Ingenieure nicht nur Kreativitätsmethoden erklärt, sondern auch aufzeigt, wie man sie im Engineering-Prozess praktisch einbringen kann, als Teil des Arbeitsprozesses sind und nicht als separater Workshop. Ich hoffe, mit meinem Buch nicht nur das deutsche Ingenieurwesen zu inspirieren, sondern auch wieder mehr Freude ins Berufsleben zu bringen.
Und wer sollte das Buch lesen?
Software Engineers, Ingenieurinnen, Programmierer, Elektrotechnikerinnen, Bauingenieure und auch Manager/innen, die im Ingenieurwesen tätig sind und ihre Produkte kreativer gestalten möchten.
→ Hier finden Sie weitere Informationen über das Buch „Kreativität in IT und Technik für Dummies“.
Mit Produktmanagement Marktchancen nutzen
Ein Praxisbuch für technische und erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen
Herbert Lippmann / Bernadette von Wittern
Bernadette, worum geht es in eurem Buch?
Bernadette: Produktmanagement ist eine anspruchsvolle Aufgabe, besonders in B2B-Unternehmen mit technischen und erklärungsbedürftigen Produkten. Hier treffen komplexe Technologien, unterschiedliche Interessen und lange Entscheidungswege aufeinander. Produktmanager:innen sollen Orientierung geben, Prioritäten setzen und den Markterfolg sichern, häufig ohne formale Macht.
Unser Buch zeigt praxisnah, wie Produktmanagement unter genau diesen Bedingungen wirksam gestaltet werden kann. Es vermittelt ein klares Rollen- und Aufgabenverständnis und beschreibt die Verbindung von Marktanalyse, Produktstrategie, Entwicklung und Go-to-Market. Konkrete Werkzeuge und Checklisten machen es zu einem Begleiter für den Alltag. Ein eigenes Kapitel widmet sich den sozialen Kompetenzen, die für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und die Führung in der Matrix entscheidend sind. Denn fachliches Können allein reicht im Produktmanagement nicht aus.
Warum habt ihr das Buch geschrieben?
Bernadette: Produktmanagement feiert 2028 seinen 100. Geburtstag. Entwickelt in der Konsumgüterindustrie, hat es sich erst später als leistungsfähige, marktorientierte Organisationsform auch in technischen Branchen durchgesetzt. Heute ist es für Unternehmen aller Größen die beste Antwort auf breiter werdende Sortimente, individuelle Kundenwünsche, kürzere Innovationszyklen und härter werdenden Wettbewerb.
Das Problem: Die Ausbildungsmöglichkeiten für Produktmanager:innen sind mit dieser Verbreitung nicht mitgewachsen. Firmen mit technischen Produkten setzen deshalb immer noch bevorzugt auf Fachspezialist:innen mit technischem Hintergrund, wohlwissend, dass ihnen Markt- und Marketingwissen fehlt. Dieses muss durch Training oder Selbststudium ergänzt werden.
Unsere Motivation als Autorenteam liegt seit der 1. Auflage darin, Produktmanager:innen genau dieses Wissen zu vermitteln, zusätzlich zum produkttechnologischen Können. Was fehlt, sind aktuelle praxisbezogene Hilfsmittel, mit denen Unternehmen ihr Produktmanagement erfolgreich aufbauen oder optimieren können. Diese Lücke wollen wir mit diesem Buch schließen. Jetzt in der 11., überarbeiteten Auflage haben wir den Klassiker modernisiert, aktualisiert und erweitert.
Und wer sollte das Buch lesen?
Bernadette: Das Buch richtet sich an drei Gruppen:
1. An Produktmanager:innen, die neu in der Rolle sind, ob als Quereinsteiger:in, nach einem internen Wechsel oder als Berufseinsteiger:in. Gerade in den ersten Monaten fehlt oft die nötige Sicherheit im Umgang mit Methoden, Prozessen und der eigenen Rolle.
2. An erfahrene Produktmanager:innen, die ihre Rolle bewusst reflektieren, neue Impulse gewinnen und ihren methodischen Werkzeugkasten erweitern wollen, vor dem Hintergrund aktueller Veränderungen in der Arbeitswelt, die stärker auf Agilität, Autonomie und Sinnhaftigkeit setzen.
3. An Führungskräfte, die Produktmanagement neu einführen, ihr Team auf- und ausbauen oder die Leistungsfähigkeit ihrer Produktmanagementorganisation steigern möchten.
Kurz: Wer Produkte nicht nur verwalten, sondern wirklich erfolgreich managen will, findet hier praktisches Wissen, anwendbare Tools und viele Impulse aus realen Projekten.
→ Hier finden Sie weitere Informationen über das Buch „Mit Produktmanagement Marktchancen nutzen“.
Wann sind Bücher interessant?
Manchmal ist das Interessante an einem Buch sofort spürbar: Ein Gedanke überrascht, eine Idee bleibt hängen, ein Satz öffnet einen neuen Blick. Und manchmal zeigt es sich leise: Zwischen den Zeilen entsteht Neugier, ein Thema begleitet uns unbemerkt und taucht später in einer Entscheidung, einem Gespräch oder einer Haltung wieder auf.
Was ein Buch interessant macht, ist so individuell wie die Menschen, die es lesen. Für die einen ist es eine neue Perspektive, für andere ein Anstoß zum Weiterdenken oder ein vertrauter Gedanke zur richtigen Zeit. Manche Bücher wecken Fragen, andere geben dem eine Form, was wir längst geahnt haben.
Mich fasziniert, wie unterschiedlich Bücher Interesse wecken können. Ein und derselbe Text kann heute inspirieren und morgen herausfordern. Gerade darin liegt seine Stärke: Interesse entsteht im Dialog mit der Leserin oder dem Leser und setzt sich im Alltag fort. Vielleicht weckt ja auch eines der empfohlenen Bücher Ihr Interesse?
Hinweise:
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Michael Schenkel
Leiter Marketing, t2informatik GmbH
Im t2informatik Blog veröffentlichen wir Beträge für Menschen in Organisationen. Für diese Menschen entwickeln und modernisieren wir Software. Pragmatisch. ✔️ Persönlich. ✔️ Professionell. ✔️ Ein Klick hier und Sie erfahren mehr.







