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Sprint-Ziel

Ein spezifisches Ziel als Orientierung

Der Sprint in Scrum ist ein zentrales Element. Im Rahmen des Sprint Plannings definieren der Product Owner und das Entwicklungsteam – zu dem auch der Scrum Master gehört – gemeinsam ein Sprint-Ziel. Es wird meistens vom Product Owner vorgeschlagen und muss vom Entwicklungsteam akzeptiert werden. Grundsätzlich committed sich das Entwicklungsteam im Rahmen eines Sprints, vereinbarte User Storys umzusetzen. Ein Sprint-Ziel ist aber mehr als „nur“ die Umsetzung von User Storys, es beschreibt eine gemeinsame Vision des Sprints und definiert den Zweck des Sprints. Damit beantwortet das Spint-Ziel die Frage nach dem Sinn des zu erstellenden Inkrements und liefert die Grundlage zur Auswahl der User Storys, die zur Erreichung des Sprint-Ziels beitragen.

Ein Sprint-Ziel bietet allen Beteiligten Orientierung:

  • Es legt die Richtung fest, die in einem Sprint eingeschlagen wird. Die ausgewählten Backlog Items sind der Weg zur Erreichung des Sprint-Ziels.
  • Es fördert die gemeinsame Arbeit im Entwicklungsteam, da sich jeder Teilnehmer auf die Erreichung des Ziels committed. Die Zielerreichung wird zur Mission des Entwicklungsteams.
  • Es ist die Grundlage im Daily Scrum, bei dem die Fragen zu den erledigten und anstehenden Aufgaben sowie den Arbeitshindernissen im Kontext des Sprint-Ziels zu beantworten sind. So könnten die drei Fragen leicht umformuliert werden:
    Was habe ich seit gestern getan, um das Sprint-Ziel zu erreichen?
    Was mache ich bis morgen, um das Sprint-Ziel zu erreichen?
    Was behindert mich bei meiner Arbeit, um das Sprint-Ziel zu erreichen?
  • Es hilft bei der Priorisierung der User Storys für einen Sprint, denn meist gibt es Storys die wichtiger als andere für eine Zielerreichung sind.
  • Sie eignen sich für die Kommunikation mit Stakeholdern, die häufig kurze Aussagen als zahlreiche Details zu einzelnen User Storys bevorzugen.

Bei der Formulierung eines Sprint-Ziels sollte der Product Owner darauf achten, dass es spezifisch, messbar, anspruchsvoll aber erreichbar beschrieben wird. Eine motivierende Wirkung kann es zudem nur entfalten, wenn es positiv formuliert wird. Darüber hinaus hat es sich in der Praxis bewährt, das Sprint-Ziel als Element auch am Taskboard zu visualisieren. Grundsätzlich sollte ein Sprint-Ziel nicht im Laufe eines Sprints angepasst werden, sobald sich aber herausstellt, dass es nicht erreicht werden kann, empfiehlt es sich, den Sprint abzubrechen. Im Zuge einer Retrospektive sollte das Team anschließend die Gründe für das Scheitern reflektieren.

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