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Spike Story

Die Beseitigung von Unsicherheiten in Scrum

Das englische Wort „Spike“ lässt sich u.a. mit „Stachel“ oder „Dorn“ übersetzen. Stachel und Dornen können weh tun. Ähnlich verhält es sich im übertragenen Sinn in der Softwareentwicklung bei funktionalen und/oder technischen Unsicherheiten: sie sind unangenehm, riskant, schwer zu kalkulieren und vorherzusehen. Scrum bietet für solche Unsicherheiten die Verwendung von Spike Storys – auch kurz als Spike bezeichnet – an. Eine Spike Story ist begrenzter Auftrag zur Analyse eines Problems, zur Sammlung von Informationen, mit dem Ziel, Unsicherheiten und somit Projektrisiken zu reduzieren. Als Ergebnis soll eine Spike Story eine oder mehrere Antworten liefern; damit unterscheidet sie sich auch von der klassischen User Story, die produktiv zur Erreichung des Sprint-Ziels und zur Erstellung des Inkrements beiträgt. Der Aufwand einer Spike Story wird nicht geschätzt, dennoch verpflichtet sich das Entwicklungsteam, eine bestimmte Zeit zu investieren, um die Unsicherheit zu beseitigen. Die Erkenntnisse lassen sich anschließend im nächsten Sprint Planning nutzen. Es empfiehlt sich auch, die Spike Story als solche am Taskboard zu visualisieren.

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