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Inkrement

Schrittweise den Lieferumfang erweitern

Der Begriff „Inkrement“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ins Deutsche übersetzt „vergrößern“ oder „Zuwachs“. Übertragen auf die inkrementelle Softwareentwicklung bedeutet dies, dass ein System als Ganzes geplant, aber in Teilen realisiert wird. Pro Inkrement wächst der Umfang und/oder die Anzahl der Funktionen. Auch in der agilen Softwareentwicklung gibt es Inkremente; in Scrum bspw. ist ein Inkrement das erwartete, potenziell lieferfähige Ergebnis eines Sprints. Der Umfang des Inkrements wird durch das Sprint Backlog definiert, dem das Entwicklungsteam im Rahmen des Sprint Plannings zustimmt. Zur Freigabe eines Inkrements muss die Definition of Done überprüft sein. Potenziell lieferfähig heißt, dass die Software – wie definiert – funktioniert und an Kunden bzw. Anwender ausgeliefert werden könnte. In der Praxis wird aber nicht jedes Inkrement eines Sprints ausgeliefert, meist werden Releases, also die Ergebnisse mehrerer Sprints, Kunden zur Verfügung gestellt und entsprechend durch das Marketing und den Vertrieb vermarktet und vertrieben.

Neben der Softwareentwicklung wird der Begriff Inkrement auch in der Ökonomie – als festgelegte, minimale Erhöhung von Geboten bei Auktionen – und der Informatik verwendet. In der Informatik entsprechen Inkremente und Dekremente Operatoren, die durch einzelne Befehle zu Werterhöhungen und Wertverkleinerungen führen; zusätzlich wird hier zwischen Präinkrement und Postinkrement unterschieden.

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