Hidden Podcast Champions

von | 09.07.2020 | Projektmanagement |

„Was ist Dein Lieblings-Podcast?“ „Welchen Podcast kannst Du empfehlen?“ Oder: „Kennst Du einen guten Podcast zum Thema X?“ In den letzten Wochen und Monaten habe ich zahlreiche solcher Fragen gehört. Podcasts sind beliebt. Sie informieren und unterhalten, vermitteln Wissen oder stellen Fragen, auf die der eine oder die andere schon lange Antworten sucht. Auch ich habe einige Podcasts, die ich regelmäßig höre und die ich gerne empfehlen möchte. Nicht die großen von bekannten Herstellern, TV- oder Radio-Stationen, sondern kleine und feine. Hidden Podcast Champions von großartigen Frauen und Männern, die für ihre Themen brennen, und viel Liebe in die Produktion der Audiodateien stecken.

Meine persönlichen Podcast Empfehlungen

Was ist gute Führung? Wie wichtig sind Ziele? Was lässt sich in Marketing und Vertrieb besser machen? Oder: Wie entwickelt sich Arbeit? Es gibt eine Reihe von Fragen, die mich immer wieder beschäftigen. Einige meiner liebsten Podcasts drehen sich um diese Themen. Andere erörtern digitale Transformation, New Work oder Persönlichkeitsentwicklung. Gerne möchte ich aber nicht nur eine kurze Liste meiner Hidden Podcast Champions veröffentlichen, sondern auch auch die Podcasterinnen und Podcaster zu Wort kommen lassen. So wissen Sie idealerweise schon im Vorfeld, was Sie erwartet und was Sie später mit einem Klick auf die Ohren bekommen … 😉

It’s about Leadership

Jo, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Jo Kristof: In unserem Podcast dreht sich alles um Führung und Leadership. Wir sprechen mit Menschen, die tagtäglich an den unterschiedlichsten Stellen Führung und Verantwortung übernehmen: Führungskräfte in Unternehmen, IdeengeberInnen, GründerInnen, Menschen aus gemeinnützigen Organisationen, aus Sport, Kultur, und so weiter. Immer neugierig darauf, wie sie Führung leben. Und voller Freude auf gemeinsames Lernen und Inspiration.

Ich spreche mit Menschen, die in den unterschiedlichsten Zusammenhängen Führung übernehmen bzw. übernommen haben. Da sind ganz klassisch Führungskräfte aus Unternehmen dabei, aber auch Menschen, die in gemeinnützigen Vereinen gestalten und führen, aus dem Sport oder dem künstlerischen Bereich. Diese Menschen vereint, dass sie nicht einfach nur führen, sondern dass ihnen Menschen folgen, bei dem was sie tun. Die Interviews hinterfragen neugierig das Verständnis von Führung, dass die einzelnen Menschen prägt. Wir sprechen über Erfahrungen und Lernkurven auf dem Weg zum Leader / zur Leaderin, und bieten unseren Hörern Inspiration und Denkanstöße von Menschen, die zum Thema Leadership was zu sagen haben.

Wen möchtest Du mit damit ansprechen?

Jo Kristof: Wir wollen Führungskräfte, angehende Führungskräfte und Menschen ansprechen, die Leadership leben und die sich immer wieder gerne inspirieren lassen davon, wie andere Führung leben.

Warum machst Du den Podcast?

Jo Kristof: Ich erlebe in meinem Job so viele Menschen, die auf die unterschiedlichste Art und Weise Führung übernehmen. Vielen ist gar nicht bewusst, wie viel Wirkung sie damit haben, dass sie Verantwortung und Führung übernehmen. Gleichzeitig lese und erlebe ich, dass an vielen Stellen vor allem auf das geschaut wird, was Menschen in Führung alles falsch machen und was sie anders machen sollten. Ich möchte gute Führung sichtbar machen und Leadership in all seinen Facetten würdigen. Und damit Inspiration liefern für andere, anders auf Führung zu schauen, sich zu reflektieren oder vielleicht selbst Verantwortung zu übernehmen.

Ich möchte verstehen, welches Verständnis von Führung diese Menschen prägt, welche Erfahrungen und Lernkurven sie auf ihrem Weg beeinflusst haben, und wie sie Führung in ihrem Umfeld leben. Dabei interessiere ich mich für die Menschen hinter der Führungsrolle. Gerne möchte ich mich selbst und andere zum (Nach-)Denken, zur Selbstreflexion anregen. Es geht also auch um Freude am gemeinsamen Lernen, um Denkanstöße und Inspiration.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Jo Kristof: Eine Folge zur Mitte des Monats, 45-60 Minuten.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Jo Kristof: Ja, fast ausschließlich, denn um die Gäste geht es. (Es handelt sich um ein Interview-Podcast.)

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Jo Kristof: Ich habe einige Podcasts, die mir sehr gut gefallen.

  • Deutschland3000 von Eva Schulz – sie ist einfach die beste Fragenstellerin unter den Podcasterinnen.
  • Eine Stunde Was mit Medien von Deutschlandfunk Nova – ich mag Medien und ich mag die Metaperspektive auf Medien, die dieser Podcast jede Woche anbietet.
  • Trust your Muse von Sara-Lena Eisermann – tolle, inspirierende Gespräche mit tollen, inspirierenden Menschen, die noch nicht jeder kennt.

 

Ziele setzen, Ziele erreichen

André, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

André Claaßen: Der Fokus in meinen Podcast liegt auf Zielsystemen, insbesondere die Methode Objectives & Key Results. In meinem Podcast geht es aber um mehr als nur OKR. Der zentrale Drehpunkt des Podcasts ist das Thema Wirkung:

  • Wirkung in der Veränderung,
  • Wirkung im Produktmanagement,
  • Wirkung in der eigenen Arbeit und vielleicht sogar Wirkung in der Verfolgung persönlicher Ziele.

Von diesem Ausgangspunkt „Wirkung“ beleuchte ich verschiedene Felder. Der Titel „Ziele setzen, Ziele erreichen“ kann sich daher noch gut ändern, weil Ziele allein erst einmal gar nichts bewirken.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

André Claaßen: Wer ist meine Zielgruppe: Entscheider in der IT, in der Verwaltung und im Mittelstand, die sich sehnlichst mehr Wirkung mit ihren Teams und bessere Entscheidungen wünschen. Ich möchte aber auch ganz konkret Menschen begleiten, die OKR als Methode für sich und ihre Arbeit entdeckt haben und da einen guten Sparringspartner suchen.

Warum machst Du den Podcast?

André Claaßen: Ich gebe zu, es ist ein kommerzieller Podcast. Er dient vorrangig dazu, Kunden auf meine Expertise hin aufmerksam zu machen. Sie sollen mich als Personenmarke erkennen und neugierig werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass Podcasts, im Unterschied zu Blogartikeln, die eigene Persönlichkeit sehr wirkungsvoll transportieren. Ich werde aber künftig auch mit weiteren Formaten arbeiten.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

André Claaßen: Ursprünglich habe ich eine wöchentliche Frequenz angepeilt, merke aber, dass mir das nicht immer gelingt. In der Realität sind es derzeit eher 14 Tage.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

André Claaßen: Auf jeden Fall. Ich versuche einen ausgewogenen Mix aus eigenen Beiträgen und Gästen zu bringen. Ich möchte insbesondere Gäste haben, die mit OKR oder Wirkung ihre ganz persönlichen Erfahrungen gemacht haben. Ich plane auch Gäste aus dem englischsprachigen Raum zu nehmen, aber ich muss da noch an meiner Aussprache und dem German-Akzent arbeiten. Mir gefällt die teilweise „biedere“ Sicht auf das Thema OKR nicht. Oft sehe ich eine reine Methodenbeschreibung, ohne dass die dahinterstehenden Ideen transportiert werden. Das ist dieselbe Gefahr, die schon mit Lean & Agile entstanden ist. Die Leute schauen auf konkrete Methoden, die das Ergebnis von Lean & Agile sind, verstehen aber nicht, dass die reine Reproduktion der Methoden nicht reicht.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

André Claaßen: Ich habe derzeit über 200 Podcasts abonniert. Ich bin Podcast-Fan seit 2008 und habe ursprünglich gerne Podcasts zu Rollenspielen und zur IT-Technologie gehört. Seit 2016 ist mein Konsum thematisch sehr viel breiter geworden. Das hat auch mit meiner persönlichen Veränderung zu tun. Ich höre gerne Podcasts im Umfeld meiner Themen, wie beispielsweise den Firmenfunk von Leonid Lezner, aber auch zunehmend den guten neuen Podcast von Christian Müller.

Mein besonderes Interesse gilt aber in den letzten Jahren Podcasts zu gesellschaftlichen, politischen oder historischen Themen. Sehr regelmäßig höre ich daher den Debattencast von Sascha Lobo und die Lage der Nation von Philip Banse und Ulf Burmeyer. Und natürlich Lauer & Wehner, die ich noch finanziell unterstützen muss.

Leider beobachte ich mit etwas Sorge, wie Podcasts mehr und mehr kommerzialisiert werden. Insbesondere die Entwicklung bei Spotify bereitet mir für das Medium sorge. Eine Frage, die du gar nicht gestellt hast. Gibt es zu viele Podcasts? Meine Antwort ist nein, es gibt auch nicht zu viele Blogs.

BlickRichtung Zukunft 

Sandra, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Sandra Brauer: BlickRichtung Zukunft ist ein Podcast für mehr Gelassenheit und Widerstandsfähigkeit im Umgang mit Veränderungen. Es geht um Mut zur Veränderung, Systemik, Stress- und Kommunikation und zukünftig vermehrt um die Themen rund um digitale Balance und digitale Resilienz.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Sandra Brauer: Grundsätzlich jeden, der sich für den Wandel unserer Arbeits- und Lebenswelten interessiert und Impulse für einen gelasseneren Umgang mit dem aktuell stattfindenden digitalen Strukturwandel sucht.

Warum machst Du den Podcast?

Sandra Brauer: Ich wurde mehrfach darauf angesprochen, dass meinen Followern auf Facebook und Instagram die Zeit fehlt, meine Beiträge zu lesen, sie dies aber gern tun würden. Mit dem Podcast kann ich weiterhin meine Gedanken teilen und damit noch mehr Menschen erreichen.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Sandra Brauer: Unregelmäßig veröffentliche ein bis zwei Folgen im Monat. Die Dauer variiert von kurzen Episoden von unter 10 Mintuen bis längeren Episoden bis max. 30 Minuten.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Sandra Brauer: Ist aktuell nicht geplant.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Sandra Brauer: Ich habe sehr gern den Paardiologie-Podcast von Charlotte Roche gehört, dazu höre ich jeden Tag die Tagesschau-Kurznachrichten, manchmal Lou (Louisa Dellert) und zu Beginn der Corona-Zeit den Podcast von NDR-Info mit Herrn Drosten. Ich höre sonst eher Hörbücher, habe Zeit Audio abonniert und schätze Deutschland Funk am Morgen sehr.

Firmenfunk

Leonid, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Leonid Lezner: Wir reden im Podcast über HR- und NewWork-Themen wie bspw. Führung, Weiterentwicklung, Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation und ganz wichtig: Sinnstiftende Arbeit.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Leonid Lezner: Alle Menschen, die ihre Arbeit und Arbeit anderer Menschen verbessern wollen.

Warum machst Du den Podcast?

Leonid Lezner: Ich habe den Firmenfunk Podcast mit der Vision gestartet, dass jeder arbeitende Mensch eine gute Arbeit verdient, die er mit Leidenschaft und Lust ausführt. Der Podcast soll Impulse liefern und Menschenleben verbessern.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Leonid Lezner:  1-2 Mal im Monat, jede Folge dauert ca. 1 Stunde.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Leonid Lezner: In jeder Folge rede ich mit Gästen.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Leonid Lezner: Die Produktionen von Tim Pritlove. Und seit kurzem die Wochendämmerung.

10 Minuten Umsatzsprung

Alex, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Alex Rammlmair: Anders rum – worum geht es nicht: Um das, was die meisten Menschen glauben, was Verkauf und Marketing tatsächlich ist.
Sag wem: „Denk mal an einen Verkäufer!“ und diese Person denkt an einen SCHLECHTEN Verkäufer. Nicht, weil es keine guten Verkäufer gibt, sondern weil gute Verkäufer nicht als solche wahrgenommen werden.

Unabhängig davon, ob man einem Kunden einen Service verkauft, dem Vorstand einen Business Case oder dem Chef eine Gehaltserhöhung: Es gibt immer Menschen, die können das zehnmal besser als andere. Mit dem, was die meisten unter „Verkaufen“ verstehen, hat das übrigens wenig zu tun. Was ist es aber dann? Genau darum geht es in diesem Podcast.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Alex Rammlmair: Auch hier anders rum: für wen ist das nichts? Für alle, die immer noch glauben, dass das beste Produkt / Arbeit / Idee / Projekt sich von selbst beim Kunden oder beim Chef durchsetzt.

Warum machst Du den Podcast?

Alex Rammlmair: Und wieder anders rum: Warum höre ich nicht damit auf? Weil es immer mehr Verrückte gibt, die ihn hören und mir das schreiben. Ich hab keine Ahnung, warum die das tun. Außerdem hat so ein Podcast eine selbst-therapeutische Wirkung. Aber das wollte jetzt vermutlich niemand wissen.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Alex Rammlmair:  Einmal die Woche 10 Minuten. Vermutlich sollte ich als selbsternannter „Experte“ mehr Schlaues zu sagen haben. Hab ich aber nicht.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Alex Rammlmair: Leute, die tatsächlich bereit wären, in meinem Podcast aufzutreten, sind mir suspekt.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Alex Rammlmair: Akimbo von Seth Godin ist mein Lieblings-Podcast. Wer Englisch kann, sollte lieber diesen als meinen hören. Beide zu hören, wäre natürlich noch besser.

IT-Management 

Robert, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Robert Sieber: Ich möchte zusammen mit den Hörern ein Service-Management etablieren, welches die IT auf den Erfolg des Unternehmens fokussiert, welches kontinuierlich dafür sorgt, dass qualitativ hochwertige Services geliefert werden, welches eine Partnerschaft auf Augenhöhe ermöglicht und flexibel für die individuellen Anforderungen der Fachbereiche ist.

Es dreht sich im Podcast also um gutes und vor allem pragmatisches Service-Management.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Robert Sieber: Erst vor kurzem habe ich eine Hörerumfrage abgeschlossen. Meine Hörer kommen aus zwei Bereichen:

  • Interne IT-Abteilungen, die den Wandel vom Verwalter zum Innovator stemmen wollen. Viele kommen aus der „wir machen unsere Prozesse schön, damit es möglichst wenig kostet“ Welt. Also der internen Optimierung mit wachsender Schatten-IT. Hier geht es sehr viel um Kundenorientierung und Service-Qualität, so wie die Erkenntniss, dass Service-Management (viel) mehr als Incident-, Change- und vielleicht Problem-Management ist.
  • Die zweite große Gruppe sind Systemhäuser bzw. Managed-Service-Provider, die das Ziel verfolgen, ein lukratives und langfristiges Servicegeschäft aufzubauhen. Deren Problem ist die Operationalisierung in Vertrieb, Transition und Betrieb der Services. Es ist der Wandel vom Projekt- zum Servicegeschäft und damit der Aufbau von Service-Management als Kernkompetenz des Systemhauses.

Warum machst Du den Podcast?

Robert Sieber: Ich habe vier Jahre lang in einem großen Konzern in der IT gearbeitet. Ich habe dort erleben dürfen, was passiert, wenn Service-Management auf die typische Art und Weise eingeführt wird: Managerposten wurden als erstes vergeben, Prozesse wurden auf der grünen Wiese etabliert und alles dafür getan, um den Nutzer soweit wie möglich abzukanzeln. Das hat für mich überhaupt nicht gepasst. Das war der Auslöser für den Podcast. Quasi ein Therapieprojekt.

Inzwischen bin ich wahrscheinlich auf einer Mission: Ich möchte, dass eine interne IT und Managed Service-Provider für ihre Kunden so einfach funktionieren, wie das Buchen, Bezahlen und Nutzen eines Fluges von Frankfurt am Main nach Bali.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Robert Sieber:  Ich veröffentliche aller vierzehn Tage eine Folge. Es gibt Solofolgen, die zwischen 10 und 20 Minuten dauern. In denen bekommt der Hörer ein ganz konkretes Thema mit fundierten und wirkungsvollen Informationen und Tipps.

Da die Welt des Service-Managements so vielseitig ist, hole ich mir immer wieder Experten aus anderen Bereichen (Führung, Vertrieb, Kommunikation etc.) als Gäste in den Podcast, damit meine Hörer von deren individueller Perspektive profitieren können und so Anregungen jenseits des Kernthemas bekommen. Die dauern meist 1 Stunde.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Robert Sieber: Ja.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Robert Sieber: Die Frage gar nicht so einfach zu beantworten, da ich vielseitig interessiert bin. Momentan höre ich gern folgende drei Podcasts: Content Performance Podcast, Datenschutz Guru und Die blaue Couch.

Productized Service

Maik, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Maik Pfingsten: Das zentrale Thema ist, wie ich meine freiberufliche Dienstleistung durch einen Productized Service standardisieren, virtualisieren und auf Autopiloten stellen kann. Um raus zu kommen aus dem Zeit-gegen-Geld Hamsterrad (+ irren Reisezirkus) und mehr Zeit zu haben für die Dinge, die wirklich wichtig sind. Im Grunde dreht es sich um zeitliche und finanzielle Freiheit für freiberufliche Selbstständige.

Ein Productized Service ist quasi einen digitalisiertes Dienstleistungsprodukt. Sowas wie ein Sternekochrezept für freiberufliche Sterneköche, das sie als Sternemenü über das Internet ausliefern.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Maik Pfingsten: Erstens erfahrene Freiberufler im B2B, also Meister oder Meisterinnen ihres Fachs, mit 6-stelligem Jahresumsatz. Und zweitens erfahrene Führungskräfte aus der Industrie mit einem 6-stelligen Jahresgehalt, die keine Lust mehr haben, sich zu verbiegen und darüber nachdenken, sich freiberuflich selbstständig zu machen.

Die Hörerbase ist 40+ Jahre alt, hat i.d.R. Kinder und irgendwann im Leben mal eine Uni von innen gesehen. Viele von ihnen haben einen MINT Hintergrund. Aktuell tauschen sie Zeit-gegen-Geld (Stundensatz oder AT-Vertrag). Sie wollen Freiheit und ihr Meisterhandwerk leben.

Warum machst Du den Podcast?

Maik Pfingsten: Ich hätte mir so einen Podcast 2005 gewünscht. Dann hätte ich einige teure Fehler in meinem unternehmerischen Leben vermieden (250.000€ versenkt, eine Insolvenz miterlebt, etc.).

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Maik Pfingsten: Ich sende seit 2014. Immer wenn ich was zu erzählen habe, kommt eine neue Episode. Meistens wöchentlich, aber auch mal mit Pausen. Die Episoden sind zwischen 30 – 60 Minuten lang.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Maik Pfingsten: Ja, ich habe auch Interviewgäste und gehe auf Hörerfragen ein.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Maik Pfingsten: Aktuell habe ich 20+ Podcast abonniert. InvestED und Raumzeit höre ich am meisten.

New Work Chat 

Gabriel, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Gabriel Rath: In meiner Interviewserie „New Work Chat“ befrage ich Macher der digitalen Transformation nach ihren größten Learnings in ihrer Arbeit als Gestalter. Ich selbst sehe mich dabei als Lernenden, der interessiert nachfragt und wissen will, warum und wozu. Es geht um vernetztes Arbeiten, disruptives Denken, kulturellen Wandel und die Frage, wie wir unsere Arbeit mit unserem Leben vereinbaren.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Gabriel Rath: Es gibt keine spezifische Zielgruppe, die ich ansprechen will. Ich freue mich allerdings über jeden Zuhörer, der etwas für sich mitnehmen kann. Es geht ja um das Thema Lernen. Und von meinen Gästen kann man tatsächlich sehr viel lernen – nicht nur über das Thema New Work, sondern auch über die Frage, wie wir die Welt gemeinsam entwickeln wollen. Ich hatte schon Zukunftsforscher, Autoren und Agile Coaches zu Gast und freue mich über die unterschiedlichen Perspektiven und Lebensentwürfe, die ich persönlich sehr inspirierend finde.

Warum machst Du den Podcast?

Gabriel Rath: Es macht Spaß. Es ist wie Bloggen, nur anders. Man knöpft sich ein Thema vor und geht gemeinsam mit einem Experten, den man sich selbst aussucht, der Sache auf den Grund. Und ich merke im Übrigen, wie ich durch diese Serie noch viel neugieriger geworden bin. Ich erwische mich manchmal dabei, wie ich mich mit Leuten unterhalte und sie quasi für mich interviewe, weil ich gerne dazu lerne.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Gabriel Rath: Ich veröffentliche ca. alle 2 Wochen auf YouTube und in meinem Blog. Ein Interview dauert ungefähr 45 Minuten, es können aber auch 75 werden wie bei einer meiner liebsten Folgen mit Stephan Grabmeier.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Gabriel Rath: Ich habe mich für einen klassischen Interview-Stil entschieden und lade mir Gäste ein, die ich inspiriend finde, die ich auf einer Konferenz kennengelernt habe oder denen ich schon lange folge so wie bei Sascha Pallenberg.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Gabriel Rath: Ich höre z. B. gerne OTWTNW und Fest und Flauschig. Und oft höre ich auch einfach themenbezogen in verschiedene Formate rein.

Arbeitsphilosophen – Die Zukunft der Arbeit 

Frank, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Frank Eilers: Ich versuche das Thema Zukunft der Arbeit aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Es gibt Themenschwerpunkte mit ca. 10 Episoden (z.B. Kapitalismus neu gedacht, Lernen zu Lernen, Stress vs Entspannung).

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Frank Eilers: Menschen, die sich eine neue Arbeitswelt vorstellen können bzw. aktiv schon daran arbeiten. Egal ob Unternehmer/innen, Führungskräfte, Angestellte oder Freiberufler. Ich glaube, dass es bei diesem Thema keine Grenzen gibt. Ich weiß auch von Hörer/innen aus der Verwaltung oder dem Handwerk.

Warum machst Du den Podcast?

Frank Eilers: Weil ich glaube, dass die aktuelle Arbeitswelt ein deutliches Update braucht. Corona ist da sicherlich ein aktueller Katalysator. Es gibt jedoch noch sehr, sehr viel Potential in alle Richtungen.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Frank Eilers: Ich sende wöchentlich und meistens dauert eine Folge zwischen 25 und 30 Minuten. Es können aber auch mal 15 oder 50 sein. Das ist dann die so genannte künstlerische Freiheit.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Frank Eilers: Ja. Definitiv. Ab und an mache ich auch eine Soloepisode. Aber pro Themenschwerpunkt sind dies maximal zwei Beiträge.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Frank Eilers: Schwierige Frage. Das wechselt sehr häufig. Thematisch geht es genauso in verschiedene Richtungen. Aktuell höre ich sehr gerne den Finanzrocker Daniel Korth und Daniel Stelter mit Beyond the Obvious.

Chancenfinder 

Stephanie, worum dreht sich Dein Podcast bzw. was ist das zentrale Thema?

Stephanie Selmer: Mein Podcast dreht sich um das ‚Transformation-Mindset‘ und soll eine Unterstützung für alle sein, die die ersten Schritte einer Veränderung in ihrer Organisation angehen wollen.

Wen möchtest Du damit ansprechen?

Stephanie Selmer: Meine Zielgruppe sind diejenigen, die eine Veränderung in ihrem Unternehmen vorantreiben wollen. Das müssen gar nicht immer die Unternehmer oder Führungskräfte sein, die die großen Geldmittel haben. Change-Mindset beginnt schon im Kleinen und jeder Schritt kann den Unterschied machen.

Warum machst Du den Podcast?

Stephanie Selmer: Ich mache diesen Podcast, weil sich viele Medien an Unternehmer und Führungskräfte, aber nicht an Mitarbeiter wenden. Dabei können motivierte Mitarbeiter, die inspiriert sind und etwas ausprobieren wollen, unglaublich viel erreichen.

Welche Frequenz hat Dein Podcast und wie lange dauern einzelne Folgen ungefähr?

Stephanie Selmer: Ich mache jetzt erstmal Sommerpause bis Mitte August und dann erscheint der Podcast wieder 2-wöchentlich. Die Folgen dauern in der Regel zwischen 10 und 15 Minuten, damit man sie auch gut mal zwischendurch hören kann.

Kommen bei Dir Gäste zu Wort?

Stephanie Selmer: Ich lade regelmäßig Gäste ein, die das Thema ‚Veränderung‘ aus ihrer Perspektive beleuchten. So gucken wir auch mal einzelne Branchen wie IT-Unternehmen, Pflegeberufe oder demnächst einen Bäcker an. Aber auch verschiedene Tätigkeiten, zuletzt z. B. eine Expertin für Gehaltsverhandlungen.

Und was ist Dein Lieblings-Podcast?

Stephanie Selmer: Mein Lieblings-Podcast ist nach Jahren noch immer der von Greator (ehemals GedankenTanken). So viele unterschiedliche Ideen habe ich sonst nie gesehen. Themenbezogen höre ich immer gern Gaby Graupners Schattenspringer oder Jürgen Wulffs Orientierungszeit.

Fazit

Kennen Sie schon den einen oder anderen meiner Hidden Podcast Champions? Das wäre toll, denn die genannten Podcasterinnen und Podcaster verdienen gehört zu werden. Sind neue Empfehlungen für Sie dabei? Prima. Hören Sie gerne rein und treten Sie gerne mit den Macherinnen und Machern in Kontakt. Sie freuen sich bestimmt über Feedback oder Ideen. Haben Sie vielleicht andere Podcasts, die aus Ihrer Sicht genannt werden sollten? Dann schreiben Sie diese doch gerne in das Kommentarfeld. Das dürfte die Podcast-Fans unter unseren Bloglesern und -leserinnen freuen und hilft mir, meine Liste um weitere Champions zu erweitern. Danke.

 

Hinweise:

Michael Schenkel hat im t2informatik Blog weitere Beiträge veröffentlicht, u. a. 

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Michael Schenkel
Michael Schenkel

Leiter Marketing, t2informatik GmbH

Michael Schenkel ist Diplom-Betriebswirt (BA) und macht Marketing mit Leidenschaft. Er hat eine Urkunde über hervorragende Wandereigenschaften, Odenwaldtour der Klassen 6a/6b, und seit 1984 das Seepferdchen. Gerne bloggt er über Requirements Engineering, Projektmanagement, Stakeholder und Marketing. Und er freut sich ganz sicher, wenn Sie sich mit ihm in der realen Welt auf eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen treffen oder zu einem virtuellen Kennenlernen verabreden.